** Update ** Battlefield 3: Spionage-Anwendung + EAs Lizenz-Änderungen

von Alexander Wenzel (28. Oktober 2011)

*** Update, 31.10.2011 ***

Electronic Arts ändert große Teile des Lizenzvertrags seiner Origin-Anwendung, die bei Battlefield 3 und anderen EA-Spielen Verwendung findet. Der Hersteller reagiert damit auf eine Welle der Empörung, die aufkam, nachdem Vermutungen laut wurden, dass Origin damit die Rechner von EA-Kunden ausspioniert - Datenschützer ermitteln gegen den Spiele-Publisher (siehe unten).

Die Seite theorigin.de zeigt im Bildvergleich deutlich die massiven Änderungen am ursprünglichen Origin-Vertrag.

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EAs EULA-Änderungen in der Origin-Lizenz

Eine offizielle Stellungnahme von EA steht nach wie vor aus.

*** Update, 31.10.2011 ***

Wer Battlefield 3 auf seinem PC installiert und sich zum Spielen notgedrungen die neueste Version der Origin-Anwendung herunterlädt, läuft Gefahr seinen Rechner ausspionieren zu lassen. Der Spiegel fasst es kurz und verständlich zusammen: "Wer Battlefield 3 auf einem PC spielen will, muss ein Überwachungsprogramm installieren."

Datenschützer sind über folgende Einträge im Origin-Lizenzvertrag empört und ermitteln aktuell gegen EA:

  • [...] Du bestätigst und stimmst zu, dass die Anwendung automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne dich separat darüber zu benachrichtigen. [...]
  • [...] Du bestätigst und stimmst zu, dass die Anwendung Informationen über deinen Computer, Hardware, Medien, Software und deine Nutzung der Anwendung benutzen kann, um deine Lizenzrechte zu prüfen und die Anwendung zu aktualisieren.
  • [...] Du gestattest EA und seinen Partnern das Sammeln, Nutzen, Speichern und Übertragen von technischen und verwandten Informationen, die deinen Computer (einschließlich IP-Adresse), dein Betriebssystem, deine Nutzung der Anwendung (einschließlich erfolgreicher Installation und/oder Deinstallation), Software, Software-Nutzung und deine Hardware-Peripherie identifizieren. [...]
  • [...] EA kann diese Daten ebenfalls in Verbindung mit personenbezogenen Informationen zu Marketingzwecken und zur Verbesserung seiner Produkte und Dienste nutzen.

Natürlich ist kein Battlefield 3-Spieler gezwungen diesen Punkten zuzustimmen. Der entsprechene Lizenz-Eintrag lautet: "Wenn du nicht willst, dass EA die in diesem Abschnitt beschriebenen Daten sammelt, [...] nutze die Anwendung bitte nicht." Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ihr so wohl oder übel auf die PC-Version verzichten müsstet.

Da der Vertrag offensichtlich aus dem amerikanischen Rechtssystem übernommen wurde, zeigt sich Richter Thomas Hoeren im Spiegel-Kommentar überrascht: "Ein Unternehmen kann nicht per Vertrag mit den Kunden Gesetze aushebeln, die in dem Staat gelten, in denen die Kunden leben."

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Die Waffen von Battlefield 3

Eine Stellungnahme von EA zu dem Thema steht noch aus. Allerdings erarbeiten Datenschützer momentan einen Fragenkatalog, der Electronic Arts nächste Woche vorgelegt wird. Dies ist nicht die erste Hiobs-Botschaft für den Hersteller. Wie jüngst bekannt geworden ist, macht EA trotz starker Verkaufszahlen Verluste in Millionenhöhe.

Unser Test zeigt jedoch, dass Battlefield 3 - ganz abgesehen vom Spionage-Vorwurf - ein fantastischer Ego-Shooter geworden ist.

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