Android-Konsole Ouya: Ist die Projektidee zum Scheitern verdammt?

von Frank Bartsch (17. Juli 2012)

Die Android-Konsole Ouya basiert auf einem innovativen Konzept. Offenheit, Kostenfreiheit und Einfachheit sind Grundpfeiler der Idee. Doch nach ersten Vorschusslorbeeren und Spenden in Millionenhöhe durch erwartungfreudige Spieler, macht sich erste Skepsis am Projekt breit.

Rich Stanton, Redakteur eines englischsprachigen Online-Magazins etwa kritisiert, dass die Macher die Konsole als "hackbar" bezeichnen. Damit scheine illegales Kopieren von Inhalten erlaubt.

Julie Uhrman, Hauptverantwortliche hinter Ouya, wiegelt aber ab. Das werbewirksame Schlagwort "Hacken" beschreibe lediglich die Möglichkeit eigene Inhalte für diese Plattform zu schaffen, sagt sie auf Eurogamer.net. Ein eigentliches "Hacken" würde durch die bereits existierenden Sicherheitsmechanismen von Android verhindert.

Ein weiterer Ansatzpunkt für Skepsis ist das Innenleben und das Android-System von Ouya. Die Hardware biete bislang so viel, wie aktuelle Tablet-PCs. Somit kommen Befürchtungen auf, dass Adaptionen mobiler Spiele angestrebt sind. Wer will aber schon ein mobiles Spiel auf einem Fernseher mit hochauflösendem Bild zocken?

Uhrman entgegnet hier, dass sicher vorhandene Spiele für Ouya adaptiert werden. Doch darüber hinaus glaubt sie, dass mit dem leicht zugänglichen und kostenfreien Entwickler-Kit in Ouya ganz eigene Spiele entstehen werden.

Was denkt ihr darüber? Ist eine gewisse Skepsis angebracht oder steht ihr Ouya positiv gegenüber? Alles über Ouya erfahrt ihr übrigens in unserem großen Ouya-Blickpunkt "Das kann die Android-Konsole wirklich".

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