Minecraft: Vereinte Nationen setzen auf virtuelle Klötzchen

von Christian Weigel (06. September 2012)

UN Habitat, das Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, kümmert sich weltweit darum, Menschen mit angemessenem Wohnraum auszustatten. Vor allem in den Slums und sogenannten Townships der Dritten Welt. Um auf lokaler Ebene die ortsansässigen Jugendlichen stärker einzubeziehen, soll ab sofort Minecraft als Planungs- und Demonstrationswerkzeug zum Einsatz kommen.

Die Initiative mit dem Namen "Block by Block" arbeitet mit Mojang zusammen und will bis 2016 rund 300 Stadtbezirke in Minecraft nachgebaut haben. Das Pilotprojekt Nairobi ist bereits fertiggestellt: Ein Screenshot zeigt den Bolzplatz in Undugu, einem Stadtviertel von Nairobi.

Mojang dazu: "Wir wollen nicht, dass uns die Leute nur sagen, wie sie sich ihre Stadt oder ihr Viertel vorstellen - wir wollen, dass sie es uns mit Minecraft zeigen."

Bevor also die Bagger und Bulldozer anrücken, um eine Stadt nach den Vorstellungen von Architekten und Stadtplanern umzuformen, sollen vor allem junge Leute eine Chance haben, eigene Visionen ihrer Umgebung zu formulieren. Ob Nebensächlichkeiten wie Kosten, Statik oder guter Geschmack die virtuellen Amateur-Stadtplaner davon abhalten werden, bombastisch-absurde Minecraft-Bauwerke zu errichten? Was meint ihr?

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