Wahr oder falsch? #8: Terrorgefahr durch PS2-Konsolen

von Malte Eichelbaum (09. September 2012)

Diese Geschichte klingt unglaublich: Angeblich kaufte der irakische Diktator Saddam Hussein einst rund 4.000 PS2-Konsolen, um daraus einen sogenannten Supercomputer zu bauen.

Die Nachrichtenseite WorldNetDaily berichtete im Dezember 2000 von diesem Ereignis. Der Irak wollte mit Teilen der PS2 angeblich einen Computer bauen, der genug Leistung hat, um unbemannte Flugzeuge zu steuern.

Doch warum hat das Land nicht einfach einen Computer gekauft? Dies beruht auf der Tatsache, dass die Vereinten Nationen verboten haben, Teile von Computern an den Irak zu verkaufen. Spielekonsolen fallen nicht unter diese Sperre.

1 von 11

Ein Supercomputer aus Spielekonsolen - ist das möglich?

Laut der Nachrichtenmeldung sollten etwa 15 PS2-Konsolen ausreichen, um daraus einen Supercomputer zu bauen. Später wurde die Nachricht allerdings widerlegt. Die Teile einer PS2 allein genügen nicht, um einen derartigen Supercomputer zu konstruieren. Obendrein sei der Einsatz von Unterhaltungselektronik für solch ein Vorhaben ineffizient.

Abgesehen davon gab es damals verstärkte Bestimmungen für den Export der PS2 aus Japan. Somit brauchte man die Zustimmung der Regierung, um mehr als eine Konsole aus dem Land zu bringen.

Trotzdem enthält die Geschichte einen Funken Wahrheit. Amerikanischen Forschern gelang es drei Jahre später, aus etwa 70 Konsolen einen entsprechenden Supercomputer zu konstruieren - allerdings nur mit zusätzlichen Komponenten.

Mehr "Wahr oder falsch?" findet ihr hier:

Tags: Wahr oder falsch  

Kommentare anzeigen
Lioncast: Neues Headset LX50 für Zocker erschienen

Lioncast: Neues Headset LX50 für Zocker erschienen

Hardware-Hersteller Lioncast bringt zur Weihnachtszeit mit dem LX50 ein neues Gaming-Headset auf den Markt. Unter dem M (...) mehr

Weitere News