Ungewöhnliche Prozessorkühler von Zalman

von Michael Orth (21. November 2012)

Der koreanische Hardware-Hersteller Zalman hat zwei ungewöhnliche Prozessor-Kühler angekündigt. Während der FX100 Cube komplett passiv seine Arbeit verrichtet, besticht der Kompakt-Wasserkühler Reserator 3 durch ein eigenständiges Design.

In den letzten Jahren erweiterte Zalman beständig seine Produktpalette. Vom einstigen Kühlerspezialisten stieg man zum Quasi-Vollsortimenter auf. Das Portfolio geht inzwischen bis hin zu Boxensystemen und kompletten Grafikkarten.

Dabei ging allerdings auch nach und nach die einstige Vormachtstellung im Bereich der Prozessorkühler verloren, die sich vor fast zehn Jahren mit den markanten runden Kupferkühlern der 7000er-Serie erarbeitet wurde. Andere Hersteller wie etwa Coolermaster zogen vorbei. Mit technisch fortschrittlichen und optisch auffälligen Modellen will man nun verlorenen Boden wieder gutmachen.

Den Anfang macht der im auffälligen Würfeldesign auftretende Passiv-Kühler FX100 Cube. Passiv bedeutet, dass er komplett ohne Lüfter auskommt, der normalerweise aktiv die heiße Luft wegschaufelt.

Damit der Cube trotzdem zumindest mit modernen Mittelklasse-Prozessoren zurechtkommt, greift Zalman in die technische Trickkiste. Gleich zehn Heatpipes befördern die Hitze weg vom Chip. Die recht weit auseinander stehenden Kühlrippen sind senkrecht anstatt wie sonst waagrecht angeordnet.

Der Cube wird rund 880 Gramm wiegen und zu praktisch allen aktuellen Sockeln kompatibel sein. Ein Preis steht noch nicht fest, die Fertigung beginnt Anfang 2013.

Ebenfalls eigene Wege geht der Reserator 3. Dabei handelt es sich um einen Kompakt-Wasserkühler. Das heißt, dass er ohne große externe Pumpen, Vorratsbehälter oder Wärmetauscher auskommt. Er fällt kaum größer als ein herkömmlicher Luftkühler aus.

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Neue Prozessorkühler von Zalman

Zalman hatte erst vor kurzem drei Produkte dieser Kategorie vorgestellt, die sich von der Konkurrenz kaum unterschieden - schließlich kommen praktisch alle von den Auftragsfertigern CoolIT und Asetek.

Das dürfte zwar auch beim Reserator 3 der Fall sein, aber immerhin entschloss sich Zalman für ein eigenständiges Design: Statt in klobiger Kantenoptik kommt er mit eleganten Rundungen daher. Der Lüfter verzichtet auf einen wuchtigen Rahmen.

Mehr Details sind aber noch nicht bekannt; sie sollen im Rahmen der amerikanischen CES-Messe folgen.

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