Inhaftierte Entwickler von Arma 3: Die Politik schaltet sich ein

von Frank Bartsch (23. November 2012)

Die beiden Entwickler Martin Pezlar und Ivan Buchta von Bohemia sitzen weiterhin in griechischer Haft. Der Fall erreicht jetzt auch die höchsten politischen Ämter. Tschechiens Ministerpräsident wendet sich nun direkt an sein griechisches Pendant.

Seit mehreren Monaten brüten die beiden Entwickler vom tschechischen Entwickler Bohemia Interactive in griechischer U-Haft. Erste Bemühungen von deren Vorgesetzten, Marek Spanel, eine Freilassung zu erwirken, fruchteten nicht. Nachdem kürzlich auch eine Berufung des Falls abgeschmettert wurde, wendeten sich die Familien der Inhaftierten an den tschechischen Ministerpräsident Václav Klaus. Dieser reagiert auf den langen Prozess und die schlechten Haftbedingungen.

Klaus hat jetzt einen offiziellen Brief an den griechischen Ministerpräsidenten Karolos Pappoulias geschrieben. Hier die wichtigsten Auszüge:

"Ich wende mich in der Sache der zwei, wegen Verdacht auf Spionage verhafteten, tschechischen Staatsbürger an Sie. Der Fall besitzt in der tschechischen Öffentlichkeit eine große Brisanz und somit auch für mich, als Präsident. [...] Ich möchte Sie, Herr Präsident, bitten dieser bedauerlichen Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit zu widmen und hoffe in Anbetracht der hervorragenden Beziehungen unserer beider Nationen, dass die Angelegenheit keine unnötigen Schatten auf unsere Beziehungen wirft. [...] Ich bin sicher, dass sich die beschuldigten Bürger im Dienste der Wahrheitsfindung kooperativ zeigen werden."

Wir sind gespannt, wie Griechenlands Regierung darauf reagiert.

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Arma 3

Petzlar und Buchta wurden Anfang September dieses Jahres in Griechenland festgenommen. Während eines Urlaubsaufenthaltes auf der Insel Lenmos sollen sie angeblich Militäranlagen ausspioniert haben, um diese gesammelten Informationen für die Entwicklung des Militärshooters Arma 3 zu nutzen.

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