THQ meldet Insolvenz an

von Frank Bartsch (20. Dezember 2012)

Was sich langsam abzeichnete ist nun offiziell: Hersteller THQ meldet die Insolvenz an. Als Mittelsmann für die Übernahme eines unbekannten Investors springt voraussichtlich die Clearlake Capital Group ein. Die Entwicklungen von Spielen wie Metro - Last Light, South Park - Der Stab der Wahrheit, Company of Heroes 2 und Homefront 2 sind angeblich nicht gefährdet.

In einem Statement über Yahoo Finance heißt es, dass THQ das Verfahren Chapter 11 eröffnen musste. Diese amerikanische Bezeichnung steht für die Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit. Die angesetzten Sparmaßnahmen haben also nicht zufriedenstellend gefruchtet. Andere Unternehmen haben jetzt noch 30 Tage Zeit den bislang angesetzten Verkaufspreis von 60 Millionen US-Dollar (etwa 45 Millionen Euro) für THQ zu überbieten.

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Der Verkauf bezieht sich indes nur auf die amerikanischen Geschäftsbereiche von THQ. Niederlassungen in Europa und Kanada sind davon ausgeschlossen. Stellenstreichungen soll es bei THQ vorerst nicht geben. Durch Chapter 11 wird THQ in den kommenden Tagen vom Handel an der NASDAQ ausgeschlossen.

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Nach der erfolgreichen Aktion eines Humble Bundle und einem kurzen Lichtblick ist der Aktienkurs von THQ mit dem Insolvenzantrag ins Bodenlose gefallen. Derzeit steht er im Cent-Bereich.

Der Käufer von THQ hat nach Abschluss des Kaufvertrags übrigens zwei Möglichkeiten: Das Geschäft wie bislang weiter führen. Oder, und eher wahrscheinlich, Aufsplittung der einzelnen Werte und erneut verkaufen.

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