Nach Amoklauf in Newtown: Entsorgung von Gewaltspielen

von Frank Bartsch (03. Januar 2013)

Als Antwort auf den Amoklauf von Newtown ruft die Kleinstadt Southington im US-Bundesstaat Connecticut zu einer medienwirksamen Aktion auf: alle Gewaltspiele sollen am 12. Januar in gemeinsamer Sache vernichten werden.

Jeder Bürger darf seine "Sündendatenträger" zur Zerstörung abgeben und bekommt pro Datenträger 25 US-Dollar, also rund 19 Euro.

Spiele sind aber nicht einziges Ziel des "Violent Video Games Return Program". Auch gewalthaltige Musik und Filme sollen zerstört werden, wie die englischsprachige Seite polygon berichtet. Die Organisatoren möchten dabei aber nicht andeuten, dass Gewalt in verschiedenen Medien direkt zu der schrecklichen Tat in Newtown am 14. Dezember 2012 geführt hat. Durch die Zerstörung soll lediglich ein Dialog zwischen Eltern und Kindern entstehen. Die Aktion soll wach rütteln.

Folgen von brutalen Filmen und Spielen sind laut der Veranstalter dieser Aktion, genannt "SouthingtonSOS", wachsende Aggressivität, Angst, Beklemmung und die Desensibilisierung der Kinder. Southington liegt gut 50 Kilometer von Newtown entfernt.

In anderen Regionen der USA sind schon Waffen verbrannt worden. Es gibt aber auch gegenteilige Reaktionen. Einige Amerikaner rüsten nach dem Amoklauf erst recht ihr privates Waffenarsenal auf.

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