Spiele-Tablet Razer Edge: Massig Daten und Preise bekannt

von Michael Orth (10. Januar 2013)

Vor rund einem Jahr stellte Zubehör-Spezialist Razer unter dem Namen Project Fiona erstmals ein Windows-Tablet für PC-Spiele vor. Das inzwischen in Edge umbenannte Spiele-Tablet hat jetzt sein finales Stadium erreicht. Sowohl die endgültigen Daten als auch Preise stehen fest. Erhältlich wird es vorerst allerdings nur in den USA sein.

Damit erreicht das gewagte Projekt tatsächlich Serienreife. Mit seinem auf der letztjährigen Technikmesse CES erstmals vorgestellten Tablet verfolgte Razer von Anfang an einen alternativen Ansatz: Es sollte nicht mit den üblichen iOS- und Android-Geräten konkurrieren, sondern ausgewachsene PC-Spiele richtig mobil machen. Ein teilweise ähnliches Konzept weist Nvidia Shield auf, führt dieses aber komplett anders aus.

Inzwischen stehen auch die endgültigen Daten und Preise fest. Das "normale" Razer Edge wird 999 US-Dollar (rund 800 Euro) kosten und mit folgender Hardware bestückt sein:

  • Bildschirm: 10,1 Zoll (rund 26 Zentimeter), IPS-Panel, 1366x768 Pixel
  • Prozessor: Intel Core i5
  • Grafikchip: Nvidia GT 640M LE
  • Arbeitsspeicher: 4 Gigabyte DDR3
  • Massenspeicher: SSD mit 64 Gigabyte

Das Pro-Modell für 1.299 US-Dollar (gut 1.000 Euro) setzt auf einen stärkeren i7-Prozessor, hat 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und größere SSDs mit 128 oder 256 Gigabyte. Zusätzlich soll es ein Bundle mit einem Controller geben.

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Spiele-Tablet Razer Edge

Für die jeweiligen Preise bekommt der Käufer das blanke Tablet. Zubehör für spezielle Modi ist extra zu berappen. So kostet etwas die Dockingstation mit USB-Ports 99 US-Dollar (etwa 80 Euro), das Keyboard Dock - womit das Edge quasi zum Mini-Notebook wird - 199 US-Dollar (rund 160 Euro) und die seit den ersten Bildern zusehenden Gamepad-Griffe schlanke 249 US-Dollar (knapp 200 Euro).

Zur Auslotung der Marktchancen von Project Fiona bemühte Razer im Laufe des Jahres mehrmals dessen potenzielle Zielgruppe. Zuerst holte man sich Informationen darüber ein, ob es prinzipiell jemand kaufen würde. Anschließend durfte das Publikum über die endgültigen Hardware-Spezifikationen abstimmen.

Der tatsächliche Erfolg bleibt aber abzuwarten. Angesichts der gesalzenen Preise fällt die Hardware eher mäßig aus, besonders der Grafikchip gehört bestenfalls zur unteren Mittelklasse. Und die Auflösung ist für ein 10-Zoll-Display auch eher enttäuschend, wenngleich sich das vornehmlich im Desktop-Betrieb bemerkbar machen wird.

Ob das Edge langfristig auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Auf eine entsprechende Anfrage von spieletipps bekamen wir bislang keine Antwort.

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