Nach Amoklauf in Newtown: Entsorgung von Gewaltspielen gestoppt

von Frank Bartsch (11. Januar 2013)

Die amerikanische Kleinstadt Southington hat jetzt Pläne eingestampft, die vorgesehen hatten, dass unter anderem gewalthaltige Videospiele entsorgt werden sollten. Die Gemeinde wollte damit auf den schrecklichen Amoklauf in Newtown reagieren.

Durch das geplante "Violent Video Games Return Program" sollten gewalthaltige Medienträger, also neben Videospielen auch Musik und Filme, in Southington zerstört werden. Die Pläne der Veranstalter "SouthingtonSOS" sind anschließend weltweit durch die Medien gegangen. Das mediale Interesse ist nun die Hauptursache, dass keine Datenträger zerstört werden. Dennoch empfinden die Organisatoren das Vorhaben als Erfolg.

"Wir wollten Aufmerksamkeit erregen, das haben wir erreicht", erklärt einer der Initiatoren, Dick Fortunato, der englischsprachigen Seite polygon.

"Darüber hinaus sollten die Familien für gewaltverherrlichende Inhalte sensibilisiert werden und auch dieses Ziel haben wir erreicht [...] Wir empfinden es nun als unnötig, dass Datenträger tatsächlich an uns zur Zerstörung gegeben werden. Ohnehin wäre das Vorhaben logistisch kaum zu stemmen gewesen."

Die Reaktionen auf den schrecklichen Amoklauf im amerikanischen Newtown vom 14. Dezember 2012 sind ziemlich unterschiedlich. Während einige Amerikaner ihr Waffenarsenal aufrüsten, haben andere Gemeinden schon Waffen verbrannt.

Und während der Gemeinde Southington eine Sensibilisierung der Anwohner genügt, geht die amerikanische Regierung auch einen Schritt weiter. Vizepräsident Joe Biden formt aktuell ein mögliches Gegengewicht zur mächtigen amerikanischen Waffenlobby NRA.

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