THQ am Ende: Saints Row und Co. wechseln den Besitzer

von Frank Bartsch (24. Januar 2013)

THQ gibt es als solches nicht mehr. Das Bieterverfahren um Unternehmenswerte und damit vornehmlich die Entwicklungsstudios, sowie Marken von THQ ist beendet.

Nachdem gestern, im laufenden Bieterprozess, bereits einige Details zu Verkäufen bekannt geworden sind, stehen die Fakten nun fest. Diese sehen wie folgt aus:

  • Der deutsch-österreichische Hersteller Koch Media sichert sich das Studio Volition und damit die Reihe Saints Row. Zudem konnten sie sich die Veröffentlichungsrechte für Metro - Last Light sichern. Das Paket ging für 28,2 Mio. US-Dollar (rund 21 Millionen Euro) über den Tisch.
  • Crytek sichert sich die Rechte für Homefront 2 . Das Unternehmen hatte bereits zuvor mit THQ an dem Spiel gearbeitet. Crytek hat ein echtes "Schnäppchen" gemacht und zahlte 500.000 US-Dollar (rund 375.000 Euro).
  • Sega hat die Relic Studios übernommen. Die Entwickler arbeiten an Company of Heroes 2 . Der Kaufpreis beträgt 26,6 Millionen US-Dollar (rund 20 Millionen Euro).
  • Die Rechte an South Park - Der Stab der Wahrheit sind für 3,3 Millionen US-Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) an Ubisoft gegangen.
  • Take Two hat die Rechte an der Marke Evolve für 10,9 Millionen US-Dollar (rund 8 Millionen Euro) erworben. Die englischsprachige Seite IGN gibt zudem an, dass Take Two sich nach dem eigentlichen Bieterverfahren wohl auch für die WWE-Lizenz entschieden hat. Ein Kaufpreis dafür ist nicht bekannt.

Nicht unter den Auktionshammer gekommen ist Vigil Games. Jedoch hat sich bereits Atsushi Inaba via Twitter zu Wort gemeldet. Inaba ist der Gründer von Platinum Games. Das Studio ist für Bayonetta und auch Vanquish verantwortlich. Inaba gibt sein Interesse an Darksiders bekannt und erwägt eine Übernahme von Vigil Games, wenn denn der Preis stimmt.

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Der Insolvenzfall THQ

Ungewiss ist außerdem die Zukunft sämtlicher betroffener Mitarbeiter in den verkauften Studios und bei THQ in der Hauptniederlassung. Die Führungsspitze rund um Jason Rubin und Brian Farrell berufen ein Treffen der Mitarbeiter ein. In einem offenen Brief haben sich die beiden bereits für die bisherige Zusammenarbeit bedankt.

Die Unternehmenskäufe müssen im Anschluss noch gerichtlich und notarisch abgesegnet werden, bis alles in trockenen Tüchern ist. THQs Plan das Unternehmen über den Investor, die Clearlake Group, zu erhalten ist mit der erfolgreichen Durchführung des Bieterverfahrens allerdings gescheitert.

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