Ersetzen Elektroschocks bald die Rumble-Technik?

von Christine Donath (24. Februar 2013)

Deutsche Wissenschaftler vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam haben ein System für mobile Geräte entwickelt, das während des Spielens mit Elektroschocks anstelle von Vibration arbeitet.

Wie das Magazin New Scientist berichtet, schickt das von Pedro Lopes entwickelte System elektrische Signale an die Hände. Möglich gemacht wird dies über Elektroden an den Unterarmen, die eine schmerzfreie Kontraktion der Muskeln hervorrufen. Genannt wird dies EMS (elektrische Muskelstimulation).

"Der Nutzer kämpft gegen diese Kontraktion mit einem anderen Muskel an. Es fühlt sich also an, als würde man einer Kraft widerstehen", erklärt Lopes. Normalerweise wird diese Art Technik in medizinischen Therapien eingesetzt. Lopes ließ Spieler das System mithilfe eines Flugsimulators testen. "Alle bevorzugten es im Gegensatz zur traditionellen Vibration."

Die Technik selbst ist platz- und energiesparender als die Vibrations-Technik, da sie keine Motoren benötigt. Lopes und seine Mitarbeiter stellen das System auf der diesjährigen "Conference on Human Factors in Computing Systems" ("Konferenz zu menschlichen Faktoren in Rechensystemen") in Paris vor.

Diese Messe beschäftigt sich vorrangig mit der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Sie findet vom 27. April bis zum 2. Mai in Paris statt.

Was haltet ihr davon? Würdet ihr gerne Spiele zocken, die euch Elektroschocks verpassen oder findet ihr diese Technik überflüssig? Vielleicht spielt ihr ja lieber auf einem Wasserfilm oder möchtet das verbrannte Reifengummi in eurem Lieblingsrennspiel riechen.

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