Nintendo 3DS: 3D-Technik geklaut? Erfinder fordert Schadensersatz

von Frank Bartsch (28. Februar 2013)

Dreidimensionales Spielen ohne 3D-Brille ist das Markenzeichen und damit Verkaufsargument des Nintendo 3DS. Doch genau dieses Markenzeichen soll Nintendo unerlaubt kopiert haben.

In dem Fall klagt Erfinder Seijiro Tomita vor einem New Yorker Gericht. Tomita behauptet, Nintendos 3D-Technik sei sein Einfall gewesen. Nach seiner Erfindung hätte er sich direkt das Patent gesichert.

Bereits 2003 soll es ein Treffen zwischen Nintendo und Tomita gegeben haben, bei dem die angesprochene 3D-Technik diskutiert worden sei. Bei dem Gespräch habe er sogar einen Prototypen vorgeführt. Ein weiterer Interessent an Tomitas Erfindung sei der Elektronik-Konzern Sharp gewesen. Sharp stellt die Bildschirme für Nintendos 3DS her.

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Der Nintendo 3DS XL in Bildern

Nintendos Anwälte stellten aber in einer ersten Anhörung fest, dass das Gerät nicht gegen das bestehende Patent verstoße. Jetzt müssen die Gerichte entscheiden. Tomitas Anwälte fordern laut dem Nachrichtendienst Reuters eine Beteiligung von 9,80 US-Dollar (rund 7,48 Euro) pro verkauftem Nintendo 3DS.

Trotz erster enttäuschender Verkaufszahlen schätzt Nintendo, dass 2013 noch gut 15 Millionen Nintendo 3DS verkauft werden. Damit könnte der geforderte Schadensersatz allein im Jahr 2013 bei rund 112,2 Millionen Euro liegen.

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