Wahr oder falsch? #30: Sony schürte Hass von Graffiti-Künstlern

von David Dieckmann (09. März 2013)

Als Sony 2005 die PlayStation Portable (PSP) auf den Markt bringt, lässt sich der Konzern eine besondere Werbekampagne einfallen: Graffiti-Bilder. Diese verärgerten Künstler allerdings, sodass sie anschließend viele der so angefertigten Bildern zu Hasspredigten "ummalten".

Diese Geschichte ist wahr. Zum Start der Handheld-Konsole beauftragt Sony Graffiti-Künstler in sieben Städten der USA damit, Werbebilder auf Wände zu sprühen.

Die Bilder zeigen Comic-Charaktere, die mit der PSP die unterschiedlichsten Dinge anstellen. Einer leckt sie etwa wie ein Eis am Stiel, ein anderer nutzt sie als Fernbedienung.

Viele ortsansässige Graffiti-Künstler empfinden diese Art von Werbung allerdings als Eingriff in ihre persönliche Subkultur. Folglich fangen sie an, die von Sony in Auftrag gegebenen Bilder zu verändern, zu verunstalten oder schlicht unkenntlich zu machen.

Auf einem Bild sieht man etwa, wie die Sony-Charaktere Spiralen in den Augen haben, was eine Hypnose symbolisieren soll.

Auch Hassbotschaften tauchen neben den Sony-Bildern auf. Zum Beispiel: "Hört auf, mit euren Produkten und Geschäften an den Wänden unserer Nachbarschaft zu hausieren".

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Tags: Wahr oder falsch  

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