Vorsätzliche Täuschung? Klage gegen Sega wegen Colonial Marines

von Malte Eichelbaum (01. Mai 2013)

Die amerikanische Anwaltskanzlei Edelson hat Klage gegen Sega und Gearbox wegen angeblich irreführender Werbung eingereicht. Der Vorwurf: Die letztlich veröffentlichte Fassung von Aliens - Colonial Marines entspricht nicht den vorab auf Messen gezeigten Demos.

So sähe das Spiel nicht nur deutlich schlechter aus als versprochen, es würden sogar diverse angekündigte Inhalte und sogar ganze Levels fehlen.

Außerdem behauptet Edelson, Sega habe Testversionen von Aliens - Colonial Marines absichtlich spät freigegeben. Somit hatten Kritiker nicht die Möglichkeit Käufer vor der enttäuschenden Qualität des Spiels zu warnen.

Im Besonderen stört die Anwälte, dass vorab gezeigtes Videomaterial die Einblendung "Actual Gameplay" (auf Deutsch: tatsächlicher Spielinhalt) enthält. Dabei blieb das Spiel deutlich hinter dem Gezeigten zurück. Es regnete schlechte Kritik - von Käufern und von Spielemagazinen. Auch spieletipps gab im Test nur eine mittelmäßige Wertung.

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Im Test: Aliens - Colonial Marines

Edelson fordert nun Schadensersatz für alle Vorbesteller und Kunden, die das Spiel am Tag der Veröffentlichung gekauft haben.

Die Kanzlei hat mit derartigen Sammelklagen bereits Erfahrung: Edelson hat unter anderem Electronic Arts wegen der enttäuschenden PS3-Version von Battlefield 3 verklagt. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen.

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