Steam Controller: Valve kündigt berührungsempfindliches Gamepad an

von Rüdiger Steidle (28. September 2013)

Steam Controller: Valve kündigt berührungsempfindliches Gamepad anSteam Controller: Valve kündigt berührungsempfindliches Gamepad an

Mit dem Steam Controller hat Valve ein neues Eingabegerät für den hauseigenen Spieledienst Steam vorgestellt.

Der Steam Controller ähnelt äußerlich einem handelsüblichen Gamepad, besitzt aber statt der gewohnten Steuerknüppel zwei berührungsempfindliche Eingabeflächen sowie einen kleinen Bildschirm in der Mitte, der ebenfalls auf Fingerbefehle reagiert.

Darüber hinaus weist der Controller insgesamt 16 herkömmliche Knöpfe auf, darunter zwei Schultertasten sowie zwei Schalter auf der Rückseite. Auch die Sensorflächen lassen sich anklicken. Im Gehäuse sind außerdem mehrere Vibrationsmotoren verbaut.

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Der Steam-Controller und seine Konsequenzen

Alle Schaltflächen lassen sich nach Wunsch mit verschiedenen Befehlen belegen. So soll der Steam Controller je nach Spiel als Maus, Tastatur oder herkömmliches Gamepad fungieren und damit den Steuerungs-Graben zwischen PC- und Konsolenspielen überbrücken, wie die offizielle Internetseite von Valve angibt.

Ein Anwendungsbeispiel: Ihr haltet den Steam Controller mit beiden Händen. Eure Daumen liegen rechts und links in den beiden berührungsempfindlichen Mulden, können nach oben, unten oder seitwärts streichen, wie auf einem Steuerkreuz. Die Genauigkeit der Touch-Sensoren soll dabei mit der einer Maus vergleichbar sein.

Mit den Daumen könnt ihr außerdem die umliegenden Tasten erreichen, während eure Zeigefinger die beiden Schultertasten greifen. Auf dem zentralen Bildschirm seht ihr verschiedene Informationen zum Spiel, etwa die Gesundheits- oder Munitionsanzeige. Dort könnt ihr in kleinen Menüs diverse Befehle anwählen, beispielsweise die Waffe wechseln.

Derzeit ist der Steam Controller noch ein Prototyp. Wann, ob und in welcher Form er erhältlich sein wird, verrät Valve noch nicht. Auch der Preis ist noch unbekannt, dürfte aber angesichts der aufwendigen Technik nicht gerade niedrig ausfallen.

Die Half-Life-Erfinder möchten ihr neuartiges Eingabegerät zunächst in einer Beta mit 300 Teilnehmern testen, die voraussichtlich im Herbst 2013 starten wird, und Kritik von Steam-Nutzern sammeln. Auf der Steam-Seite steht, wie ihr euch bewerben könnt.

Valve hatte in den vergangenen Tagen mit umfangreichen Plänen für die Spieleplattform Steam für einige Aufregung gesorgt. Zunächst orakelte Valve-Boss Gabe Newell auf der Messe Linuxcon, Linux, nicht Windows, sei die Zukunft für PC-Spiele.

Dann enthüllten die Amerikaner mit SteamOS ein eigenes, auf Spiele spezialisiertes Betriebssystem, das vermutlich auf der Linux-Distribution Ubuntu basieren wird.

Schließlich gab Valve bekannt, dass man mit den Steam Machines auch an Computern arbeiten würde, die auf Basis von SteamOS laufen und PC-Spiele ins Wohnzimmer bringen sollen.

Die Vorstellung des Steam Cotrollers ist nun der dritte Schritt von Valve hin zu einer eigenen Plattform aus Soft- und Hardware, die auf der einen Seite Windows als Spielesystem Konkurrenz machen soll, auf der anderen aber auch gegen die Konsolen-Platzhirsche von Sony, Microsoft und Nintendo antritt.

Abschließend noch einmal die Ausstattung des Steam Controllers in der Übersicht:

  • zwei Touch-Sensoren (klickbar)
  • ein Minibildschirm (berührungsemfindlich und Klickbar)
  • 16 herkömmliche Knöpfe, darunter zwei Schultertasten und zwei auf der Unterseite
  • alle Tasten frei belegbar
  • Drahtlos-Verbindung (die ersten Prototypen kommen noch mit USB-Kabel)
  • Vibrationsmotoren
  • mögliche Klangwiedergabe
  • lässt sich unter SteamOS, aber auch unter Windows und Linux verwenden

Wäre das etwas für euch?

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