Telekom: Konzern sieht von Drosselung ab und schaut nach Hintertüren

von Frank Bartsch (02. Dezember 2013)

Die Telekom knickt ein und sieht von der geplanten Drosselung von Datentarifen ab. Doch der Konzern sucht bereits nach entsprechenden Hintertüren, um dennoch eine Volumenbegrenzung durchzusetzen.

Ein Urteil des Landgerichts Köln vom 30. Oktober dieses Jahres untersagt die Volumenbegrenzung für Tarife, die als "Flatrate" gekennzeichnet sind. Damals hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geklagt.

Die Telekom gibt nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus Online bekannt, dass keine Berufung gegen dieses Urteil geplant sei. Damit akzeptiert der Medienkonzern den Richterspruch.

Doch ein Trick soll dennoch dazu führen, dass es künftig Volumenbegrenzungen gibt. So plant die Telekom schlichtweg den Begriff "Flatrate" aus neuen Tarifen wegzulassen, um dem Urteil gemäß zu handeln und die Tarife zu drosseln, wie ursprünglich geplant.

Eine entsprechende Regelung soll es noch im Dezember dieses Jahres geben. Juristen und Datenschützer bemängeln dieses geplante Vorgehen als "juristisch bedenklich und keinesfalls ausreichend".

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