Nintendo: 165 Millionen Euro Verlust für den Konsolenhersteller

von Sören Wetterau (07. Mai 2014)

Nintendo schreibt tiefrote Zahlen: Der japanische Hersteller gab heute auf der japanischen Firmenseite bekannt, dass im Geschäftsjahr 2014, welches am 31. März 2014 zu Ende ging, ein Verlust von 165 Millionen Euro verzeichnet wurde.

Hauptveranwortlich für die schwachen Zahlen seien die weiterhin schwächelnden Verkaufszahlen der Wii U. Insgesamt konnte der Konzern aus dem japanischen Kyoto nur 2,72 Millionen weitere Konsolen verkaufen. Damit kommt die Wii U nun auf insgesamt 6,17 Millionen verkaufte Konsolen und wurde somit sogar schon von der PlayStation 4 überholt, die sich seit Markteinführung im November 2013 über sieben Millionen Mal verkauft hat.

Beim Nintendo 3DS sieht es etwas besser aus. Im Geschäftsjahr 2014 wollte man 13,5 Millionen Systeme an Händler verkaufen, am Ende wurden es 12,24 Millionen. Insgesamt lieferte man 67,89 Millionen Spiele an den Handel aus und lag damit über den Erwartungen, die im Vorfeld bei 66 Millionen Spielen lagen.

Für das kommende Geschäftsjahr hofft Nintendo darauf, dass Mario Kart 8 und Super Smash Bros. die angeschlagenen Verkaufszahlen der Wii U auf Vordermann bringen. 3,6 Millionen Konsolen und 20 Millionen Spiele sollen verkauft werden. Zusätzlich möchte die Firma Software veröffentlichen, die die einzigartigen Möglichkeiten des "Wii U"-Gamepads in den Vordergrund stellen. Hierzu zählt auch der NFC-Chip des Controllers (NFC ist ein neuer Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung).

Beim 3DS werden ähnliche Zahlen wie für das abgeschlossene Fiskaljahr erwartet: 12 Millionen verkaufte Geräte und 67 Millionen verkaufte Spiele. Auch hier soll Super Smash Bros. für steigende Verkaufszahlen sorgen. Für das komplette Geschäftsjahr erwartet Nintendo einen Netto-Gewinn von 180 Millionen Euro.

Auf der kommenden Spielemesse E3 wird Nintendo nicht mit einer Pressekonferenz vertreten sein. Stattdessen rückt man das Nintendo Digital Event in den Vordergrund.

Zuvor kündigte Nintendo-Chef Satoru Iwata an, dass sich die Firma neu definieren muss. Im Januar gab er außerdem bekannt, dass die Geschäftsleitung von Nintendo aufgrund der schlechten Zahlen auf einen Teil des Gehalts verzichten wird.

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