Illegaler Datentausch: Großbritannien setzt auf Aufklärung und nicht auf Strafe

von Frank Bartsch (22. Juli 2014)

In Großbritannien ist ab 2015 illegales Tauschen von Daten nicht mehr strafbar. Die Verantwortlichen setzen eher auf Aufklärung.

Wer kommendes Jahr in Großbritannien beim illegalen Austausch von Software, Musik und anderen Dateien erwischt wird, bekommt lediglich ein Anschreiben zugesendet.

Wie das englischsprachige Magazin VG247 berichtet, klärt das Anschreiben den Empfänger darüber auf, dass dessen Aktivitäten illegal und aus Sicht des Urheberrechts zu unterlassen sind.

Das geschieht bis zu viermal. Unterlässt der Empfänger die Aktionen dann immer noch nicht, passiert ... nichts. Es gibt keine Anzeige, keinen Haftbefehl und kein Gerichtsverfahren.

Hinter dieser Vorgehensweise steckt das Voluntary Copyright Alert Programme (VCAP). Diese Vereinbarung entstand aus jahrelanger Diskussion zwischen Politikern und Verantwortlichen aus der Software-, Film- und Musikbranche.

Bisher sind namhafte, britische Unternehmen bei dieser Vereinbarung dabei, wie Virgin, BT, TalkTalk und Sky. Kleinere Unternehmen prüfen aktuell ihre Beteiligung.

Ansatz des VCAP ist es eher aufzuklären und ein Bewusstsein für Unrecht zu schaffen, als direkt abzustrafen.

Übrigens sind laut einer Studie knapp ein Viertel aller heruntergeladenen Inhalte in Großbritannien illegalen Ursprungs. Unter anderem wegen dieser hohen Zahl versuchen die Briten, diesen neuen Ansatz umzusetzen.

Doch es gab bereits ganz andere Ansätze illegale Handlungen im Internet zu unterbinden, wie der Artikel "SOPA und PIPA: Naht das Ende des Internets für Spieler?" aufzeigt.

Sony hat beispielsweise einen technischen Weg zur Abwehr illegal erworbener Spiele gefunden.

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