Wahr oder falsch? #105: Diente Nintendos Game Boy als Hilfsinstrument für Fischer?

von Dennis ter Horst (06. September 2014)

Wer an Konsolen für unterwegs denkt, dem kommt mit Sicherheit nach kurzer Zeit Nintendos Game Boy in den Sinn. Das Gerät war damals nicht nur äußerst beliebt, sondern ebnete den Weg für Nintendos weitere mobile Geräte.

Schließlich ist der aktuelle Nintendo 3DS ebenfalls sehr beliebt bei Spielern. Doch mit dem Game Boy nahm alles seinen Anfang. Als eines der ersten Spiele für den grauen Block erschien damals Tetris.

Jedoch war mit dem Game Boy noch einiges mehr möglich. So gab es bestimmte Geräte, die mit dem Game Boy verbunden werden konnten. So zum Beispiel der "Game Boy Printer", mit dem ihr Bilder drucken konntet.

Jedoch geht es heute um etwas Besonderes und Außergewöhnliches: Denn angeblich war der Game Boy auch für Angler eine Zeit lang sehr interessant.

So soll es möglich gewesen sein, mit dem Game Boy und einer bestimmten Apparatur Schallwellen in einen See zu schicken und dadurch die Position von Fischen ausfindig zu machen. Nur gab es dieses Gerät wirklich?

So ist es. Das ist kein Scherz. Dieser Mythos ist wahr.

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25 Jahre Game Boy: Als die Spiele das Haus verließen

Tatsächlich gab es solch ein Gerät für den Game Boy von Nintendo. Dieses hieß "Game Boy Pocket Sonar" und konnte zusammen mit der mobilen Konsole genutzt werden.

Es wurde von Bandai Namco entwickelt und lediglich in Japan auf den Markt gebracht. Dies war für die Fischer auf den anderen Erdteilen natürlich sehr ärgerlich, denn wer wollte Anfang der 90er Jahre nicht auch mit dem Game Boy auf Fischfang gehen.

Dies ist die Verpackung des Geräts "Game Boy Pocket Sonar".Dies ist die Verpackung des Geräts "Game Boy Pocket Sonar".

Auf dem Bild seht ihr die komplette Apparatur, die mit dem Game Boy verbunden ist. Ein Teil wird an die mobile Konsole gesteckt und das runde gelbe Objekt wurde ins Wasser gehalten.

Dadurch konnte der Fischer Schallwellen ins Wasser schicken und auf dem Bildschirm des Game Boys die Resonanz beobachten. Und wenn sich ein Fisch unter ihm befand, sollte er die Angel lieber schnell ins Wasser werfen.

Übrigens war auch ein Fisch-Minispiel enthalten. Damit konntet ihr euch dann die Zeit vertreiben, wenn gerade keine Fische in der Nähe waren. Allerdings hat dies auch an der Energie des Game Boys genagt.

Aber ein ernster Angler hat natürlich immer genug Batterien dabei, um den Game Boy Pocket Sonar jederzeit benutzen zu können. Wer hätte gedacht, dass der Game Boy auch für andere Zwecke abseits des Spielens zum Einsatz kam?

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Tags: Wahr oder falsch  

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