Keine Spiele ab 18 für Kinder: Schulleiter in England greifen hart durch

von Gabriel Blum (31. März 2015)

Wer sein minderjähriges Kind Spiele ab 18 spielen lässt, begeht Kindesmissbrauch. So sieht es jedenfalls eine Gruppe von Schulleitern in England.

Wie das englische Magazin eurogamer.net berichtet, hat sich die Gruppe von 14 Grund- und zwei weiterführenden Schulen mit einen Brief an die Eltern gewandt.

Darin heißt es unter anderem: "Wenn Sie Ihrem Kind Zugang zu einem Spiel gewähren, das als 18+ gekennzeichnet ist, sind wir angehalten, dies der Polizei oder dem Sozialamt zu melden, weil es eine Form von Vernachlässigung ist." Laut Eurogamer bezieht sich der Brief dabei explizit auf Spiele wie GTA 5, Call of Duty und Gears of War.

Elternvereine in England reagierten bestürzt auf den Vorstoß. Der Brief sei eine Drohung an die Eltern, so der Verband Parents Outloud. Unter Umständen kann das Sozialamt den Eltern nämlich das Sorgerecht entziehen. Aber auch die Industrie sieht vor allem die Eltern in der Pflicht - schließlich sind alle neueren Konsolen mit Alterssprerren ausgestattet und die Spiele mit einer Altersbeschränkung versehen. Laut dem Sprecher des Branchenverbandes Ukie müssten die Eltern davon nur Gebrauch machen.

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Minecraft für PS3

Das die Schulleiter mit ihrer Kritik an den Eltern vielleicht nicht ganz Unrecht haben, zeigen die Eltern eines 13jährigen in den USA. Der hetzte einem Mitspieler gleich eine Sondereinheit der Polizei auf den Hals - wegen einer Auseinandersetzung in Minecraft..

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Tags: Politik  

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