Wahr oder falsch? #138: Helfen Videospiele gegen Depressionen?

von Dennis ter Horst (25. April 2015)

Kein Mensch hat ein lupenreines, sorgenfreies Leben. In der Regel gibt es Phasen, da läuft es richtig gut und es könnte nicht schöner sein. Und manchmal läuft wirklich alles schief.

Bei vielen Leuten ist dies dermaßen extrem, dass längere Negativ-Phasen zu Depressionen führen können. Darunter leiden die Betroffenen sehr und es ist schwierig, aus solch einem emotionalen Loch alleine herauszufinden. Dafür gibt es psychologische Hilfe, damit das Leben des Depressiven wieder auf die rechte Bahn kommt.

Heutzutage sind Therapien und Gespräche zwischen einem Patienten und einem Psychologen aber nicht mehr die einzige Möglichkeit, solch eine Problematik zu überwinden. Angeblich gibt es mittlerweile sogar Videospiele, die dabei helfen sollen, eine Depression zu überwinden. Das stimmt tatsächlich, solche Spiele existieren.

Konkret handelt es sich um das Fantasy-Spiel Sparx. Dies ist ein Spiel, in dem ihr mit eurem Charakter mehrere Haltepunkte absolviert, die jeweils für eine Problematik stehen. Das Ganze ist insgesamt in sieben Abschnitte unterteilt:

  • Level 1 - Höhlen-Gebiet: Finde die Hoffnung
  • Level 2 - Eis-Gebiet: Sei aktiv
  • Level 3 - Vulkan-Gebiet: Setze dich mit Emotionen auseinander
  • Level 4 - Berg-Gebiet: Probleme überwinden
  • Level 5 - Sumpf-Gebiet: Unhilfreiche Gedanken erkennen
  • Level 6 - Brückenland-Gebiet: Sich den unhilfreichen Gedanken stellen
  • Level 7 - Canyon-Gebiet: Alles zusammenbringen

Ihr seht, dass es mehrere Level gibt, in denen jeweils andere Probleme zur Sprache kommen. Innerhalb dieser Level werden bestimmte Probleme behandelt, bevor es im siebten Level dann zum Ende kommt. Dort sollte der Patient dann erkannt haben, wie er oder sie mit Depressionen umzugehen hat. Das ist jedenfalls das Ziel. Allerdings ist das Spiel momentan nur bewohnern Neuseelands vorbehalten.

Übrigens wurden für diese Therapie-Art nur Menschen gesucht, die zwischen zwölf und 19 Jahren alt waren. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass diese spielerische Art der Therapie mindestens genau so gut wie die herkömmliche Methodik sei.

Das Potential bestünde, Depressionen in der genannten Altersklasse auf diese Weise anzugehen und in den Griff zu bekommen. Gerade am Anfang einer Therapie könnte Sparx sehr hilfreich sein. Zudem sei es auch eine günstigere Alternative als eine herkömmliche Therapie.

Junge Menschen würden sich solch einer Methode auch eher hingezogen fühlen, als direkt mit einer fremden Person über die Depression zu sprechen. Die Studie wurde übrigens im April 2012 veröffentlicht.

Demnach ist sie noch repräsentativ und Sparx soll auch weiterentwickelt werden, um zukünftig noch mehr Menschen helfen zu können.

Wahr oder falsch? ist für heute zu Ende. Doch hier geht es weiter:

Tags: Wahr oder falsch   Fantasy  

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