Bezahl-Modifikationen auf Steam: Gabe Newell schaltet sich in Diskussion ein

von Frank Bartsch (27. April 2015)

Die Diskussion über bezahlte Modifikationen in PC-Spielen dauert nun bereits einige Tage an. Nun schaltet sich Gabe Newell ein, seines Zeichens Chef von Valve, Betreiber der Steam-Plattform.

Von vorn: Valve hat die eigenen Geschäftsbedingungen geändert. Seit wenigen Tagen können Entwickler von Modifikationen Geld für ihre Werke über den sogenannten "Steam Workshop" verlangen. Vorher gab es diese Vorgehensweise nur für Valve-Produkte.

Doch diese Umstellung stieß nicht nur auf Freude bei der Spielergemeinde. Es gibt sogar eine Petition gegen die Bezahl-Mods. Die Gegner bringen in der Regel drei hauptsächliche Kritikpunkte vor:

  • Modifikationen sind von Spielern für Spieler und sollten weiterhin kostenfrei bleiben
  • nur ein kleiner Teil der Erlöse kommt bei den Entwicklern an, den Rest teilen sich Valve und der Entwickler des Originals
  • Kostenpflichtige Modifikationen verletzen Urheberrechte

Gabe Newell stellt sich über das Portal Reddit den Vorwürfen. Spieler und auch Entwickler nutzen die Chance, um viele Themen ins richtige Licht zu rücken.

Fazit des langen Dialogs ist, dass Valve versucht durch den monetären Anreiz die Qualität für Modifikationen noch zu erhöhen. Newell nennt auch Beispiele, dass viele ehemalige "Modder", die sehr gute Arbeit geleistet hatten, direkt ein Jobangebot von einem Entwicklungsstudio bekommen hätten. Ihr erinnert euch noch an die Geschichte des Skyrim-Modders, der jetzt bei Bungie arbeitet?

Dass Valve an der Änderung auch verdient, verteidigt Newell damit, dass Kundenanliegen nun auch in größerem Umfang bearbeitet werden müssten. Das führt zu mehr Aufwand, der bezahlt werden will. Die Entwickler des Originals würden zudem sehr oft erst die passenden Werkzeuge liefern, damit Modifikationen überhaupt erst möglich sind.

Valve plant außerdem keine festen Preise für Modifikationen, sondern analog der Idee des sogenannten "Humble Bundle" eine Funktion einzufügen, die nach dem Prinzip "Bezahl soviel du willst" funktioniert. Der Modder legt damit einen Mindestpreis fest, den Käufer aber auch gern überbieten können, um den Inhalt zu erlangen.

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Schlussendlich hat Newell aus der Diskussion aber auch viele Ansätze mitgenommen. Er gibt an, die Umsetzung stets zu prüfen. Bei Bedarf soll es noch Nachbesserungen durch Valve geben.

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Tags: Steam  

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