Diskussion gescheut: Mann betäubt Freundin, um zocken zu können

von Frank Bartsch (09. Juli 2015)

Ein Mann wollte in Ruhe abends zocken. Damit seine Freundin erst gar nicht auf die Idee kommt, ihm dazwischen zu plappern, betäubt er sie kurzerhand. Er wurde nun verurteilt.

Der 23 Jahre alte Mann war gerade mit Freunden am Spielen, als seine Freundin am Abend gegen 22 Uhr von der Arbeit nach Hause kam. Seine Vermutung: Nach einem bereits zehnstündigen und entsprechend harten Arbeitstag könnte sie ja auf einen ruhigen Abend mit ihrem damaligen Lebensgefährten drängen.

Doch der hatte mehr Spaß am Zocken. Um Diskussionen zu vermeiden, träufelte er kurzerhand ein Schlafmittel in ihren Tee. Die Dosierung schien recht heftig gewesen zu sein, denn wie das nordrhein-westfälische Magazin Der Westen berichtet, drohte die Freundin selbst am folgenden Tag und während der Fahrt zur Arbeit immer wieder am Steuer einzunicken. Bald schon gestand der Mann seiner damaligen Freundin seine Tat.

Was folgte war absehbar: Trennung, daraus resultierend anschließend verhältnismäßig viel Zeit zum Zocken und eine Anklage wegen Körperverletzung.

Das Amtsgericht Castrop-Rauxel verurteilte den Täter nun zu 50 Tagessätzen zu je zehn Euro. Die Richter begründen die Milde des Urteils mit der Geständigkeit und gezeigten Reue des Angeklagten.

So dumm die Tat an sich schon ist, erschwerend kommt hinzu, dass sie von einem Erwachsenen ausgeführt wurde, der es eigentlich besser wissen sollte. Aber junges Alter und fehlende Erfahrung sind dennoch keine Entschuldigungen für - gelinde gesagt - dämliches Verhalten. Das zeigt sich vor allem beim sogenannten Swatting. Zuletzt sorgte ein schlechter Verlierer in einem Online-Spiel dafür, dass sein Gegner Besuch von einem bewaffneten Einsatzkommando erhielt.

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