Wahr oder falsch? #155: Hilft es, in NES-Module zu pusten?

von Dennis ter Horst (22. August 2015)

Wer sich als großer Nintendo-Liebhaber der ersten Stunde bezeichnet, dürfte Ende der 1980er Jahre auf jeden Fall das Nintendo Entertainment System, kurz NES, mitbekommen haben.

Dies war die erste richtige Heimkonsole des Mario-Konzerns, mit der Nintendo Videospiel-Geschichte schreiben konnte. Dies lag natürlich auch an Super Mario Bros., durch das eine der berühmtesten Figuren der Branche zum Leben erweckt wurde.

Wer sich an die Konsole erinnert, denkt an den quadratischen, grauen Kasten. An der vorderen Seite befand sich eine große Klappe, in die ihr handgroße Spiel-Module eingeschoben habt. Da es heutzutage nur noch Spiele-Disks gibt, vom Nintendo 3DS jetzt einmal abgesehen, bemerken gerade die Jüngeren unter euch, dass diese Zeit schon etwas länger zurückliegt.

Doch gerade die älteren Videospiel-Hasen erinnern sich daran, dass die Spiele nicht immer so richtig anspringen wollten und der Bildschirm nach dem Einschalten der Konsole schwarz blieb. Die Lösung: einmal kräftig in das Modul und den Innenraum der NES-Konsole pusten, um eventuelle Staubflocken zu entfernen.

Doch ist es eigentlich gut, immer und immer wieder in die Module zu pusten? Tatsächlich ist es eigentlich schädlich und Nintendo hat auch davon abgeraten. Ein Mythos, der falsch ist.

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Obwohl der Hersteller davon abriet in die Module oder auch die Konsole zu pusten, haben es so gut wie alle Videospieler immer wieder gemacht, um ihre Spiele zum Laufen zu bekommen. Allerdings hat es in der Regel nach ein paar Versuchen ja auch geklappt, wofür es einen Grund gibt.

Dies hat etwas mit den Verbindungspins der Konsole und der Spiel-Module zu tun. Diese waren nämlich nicht direkt aneinander eingestellt. Wenn ihr also in die Konsole gepustet habt, kam da nicht nur Luft, sondern auch etwas Flüssigkeit in Form von Speichel mit.

Dieser kleine Anteil an Flüssigkeit sorgte dafür, dass sich die Verbindungspins so ausrichten konnten, dass euer Spiel letztendlich funktionierte. Dazu sollte aber gesagt werden, dass dies über lange Sicht hin natürlich schädlich für Konsole und Modul war.

Schließlich ist es nie gut, wenn Flüssigkeiten in ein elektronisches Gerät gelangt. Diese Problematik wurde durch das Super Nintendo übrigens ausgemerzt, da hier die Verbindungspins nun aufeinander steckten. Schließlich wurde das Mobul von oben in die Konsole geschoben und nicht mehr von der Seite.

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Tags: Wahr oder falsch  

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