Wer ist eigentlich? #120: Malfurion Sturmgrimm

von Frank Bartsch (04. Oktober 2015)

Malfurion Sturmgrimm gehört zu den festen Größen im Warcraft-Universum. Er ist unter vielen Namen bekannt.

Da wäre einerseits sein englischer Name: Malfurion Stormrage und seine weiteren, in verschiedenen Spielen verwendeten Bezeichnungen, wie Shan'dov (Meister), Thero'shan (geliebter Schüler), Erzdruide oder „Erster der Druiden“. Und diese letzte Bezeichnung gibt einen entscheidenden Hinweis. Doch von vorn.

Malfurion ist über 10.000 Jahre alt. Wie er sich da so gut halten kann? Die Antwort bietet „Der Smaragdgrüne Traum“, doch dazu später mehr.

Malfurion wurde vor der sogenannten „großen Teilung“ geboren. Dieses Ereignis veränderte die Spielwelt Azeroth damals stark und machte sie erst zu dem, was viele Warcraft-Spieler noch heute schätzen. Denn wie der Name schon impliziert, kam es zu einer Teilung eines riesigen Kontinents und es entstanden mehrere, kleinere Landmassen. Vergleichbar mit der Erde, als der Ur-Kontinent Pangäa sich teilte und die Erdkontinente entstanden.

Doch während es auf der Erde physikalische Ursachen für diese Teilung gegeben hat, geschah dies in Warcraft natürlich durch Magie und andere Einflüsse. Doch das ist eine andere Geschichte.

Über Malfurions Eltern ist kaum etwas bekannt, denn sie starben früh. So blieben der Nachtelf und sein Zwillingsbruder Illidan bald auf sich allein gestellt. Beide gehören zum Volk der Nachtelfen von Kalimdor.

Die beiden jungen Nachtelfen freundeten sich schnell mit Tyrande Whisperwind an. Zwischen Tyrande und Malfurion entstanden sogar noch stärkere Gefühle, als nur Freundschaft. Das Trio war unzertrennbar. Freunde nennen Malfurion übrigens „Furion“ oder „Mal“.

Während ihrer Abenteuer entschlossen sich die Drei nach dem Waldgott Cenarius zu suchen. Sie wollten ergründen, ob die Mythen rund um dieses Wesen auch stimmen würden. Es gelang ihnen tatsächlich, Cenarius zu finden.

Der Waldgott interessierte sich allerdings nur für Malfurion, da er seine aufrichtigen Absichten erkannte. Cenarius wusste einfach, dass Tyrande ihrem Weg als Priesterin von Elune folgen und Illidan einen anderen Weg einschlagen würde.

Cenarius nahm den talentierten Malfurion unter seine Fittiche. Er bildete den Nachtelf aus. Damit diese Ausbildung effektiver stattfinden konnte, versetzte er Malfurion bald in den „Smaragdgrünen Traum“.

Dabei handelt es sich um eine Vision Azeroths. Der Traum steht unter dem Schutz des mächtigen Drachens Ysera. Malfurion verfällt während des Besuchs des Traums tatsächlich in einen tiefen Schlaf. Körperlich bleibt er an einen Ort gebunden. Doch sein Geist kann durch die Traumwelt wandeln und lernen.

Während dieser Phase deckt Malfurion einen schrecklichen Verrat auf. Die Hochgeborenen. unter der Führung von Xavius und Königin Azshara, lassen sich von der eigenen Machtgier lenken. Geblendet von dieser Gier, lenken diese mächtigen Wesen das Interesse von Sargeras und dessen brennender Legion auf sich. Durch ein Portal strömen dämonischen Mächte nach Azeroth.

Malfurion und die Nachtelfen wehren sich gegen die Angreifer. Die Gegenwehr verläuft unter Aufbietung sämtlicher Mächte sogar recht erfolgreich.

Doch ausgerechnet sein Bruder Illidan schlägt sich auf die Seite der Feinde. Gekränkt durch die Zurückweisung Tyrandes und der Aussicht auf eine ungewisse Zukunft, glaubt er den Versprechungen der Angreifer. Illidan durchkreuzt Malfurions Pläne, um Azeroth zu retten.

Doch glücklicherweise erkennt er bald seinen Fehler und kämpft später wieder für Azeroth. Sein Wirken hat allerdings fatale Folgen. Zwar können die Verteidiger Azeroths das Portal schließen und damit den steten Strom der Angreifer beenden, doch Illidan setzt eine Macht frei, welche Kalimdor schier zerreißt und die Nachtelfen zur Flucht zwingt.

Dennoch ist der Feind bald besiegt. Illidan wird für seine Verfehlungen durch ein Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Mit Hilfe mächtiger Drachen pflanzen die Nachtelfen einen heiligen Baum namens Nordrassil, welcher das Volk segnet. Malfurion wächst sein typisches Geweih und er spürt, dass die Zukunft noch Großes für ihn bereithält.

Fortan agiert Malfurion als Beschützer, aber auch Lehrmeister der Nachtelfen. Das Volk wendet sich bald von der Magie ab und lebt naturverbunden den Weg der Druiden weiter. Nach einem überstandenen Kampf gegen die Worgen, einer Art Werwölfe, verlässt Malfurion die Welt und ist für tausende Jahre im Smaradgrünen Traum unterwegs.

Tyrande gelingt es noch rechtzeitig ihn zu erwecken. Denn eine Schar Untoter bringt neue Gefahr über das Land. Mit Hilfe von Malfurion kann diese Gefahr gebannt werden.

Doch Tyrande hat schlechte Neuigkeiten für ihren Geliebten. Malfurions Lehrer und Mentor Cenarius existiert nicht mehr. Die Orks, eine für damalige Verhältnisse noch recht junge Rasse, haben den Waldgott erschlagen.

Malfurion erfährt, dass in Azeroth das Chaos herrscht. Nicht nur Menschen, Goblins und Orks sorgen für Konflikte, sondern auch die brennende Legion, die unter der Führung des mächtigen Dämons Archimonde, erneut aufgetaucht ist. Erneut mobilisiert Malfurion die Kräfte Azeroths.

Tyrande befreit sogar Illidan aus seinem Gefängnis, in der Hoffnung, dass seine tausende Jahre andauernde Haft ihn zur Räson gebracht hat.

Doch Tyrande täuscht sich. Illidan versucht erneut seinen eigenen Weg zu finden und verfällt auch wieder der Machtgier. Malfurion wendet sich endgültig von seinem Bruder ab.

Doch der Kampf gegen Archimonde zeigt auch gute Seiten auf. Denn unter Malfurion formt sich ein Bündnis aus Orks, Menschen und Nachtelfen. Gemeinsam können sie den bösartigen Dämon besiegen.

Unter der Führung Malfurions durchleben die Nachtelfen noch weitere Abenteuer und müssen sich stets neuen Gefahren stellen. Der Zwist zwischen Illidan und Malfurion lebt in weiteren Geschichten des komplexen Warcraft-Universums außerdem immer wieder auf.

Erwähnenswert ist allerdings noch, dass Tyrande und Malfurion in einer Atempause der ständigen Konflikte es endlich schaffen auch zu heiraten. Die mächtigen Drachen Ysera und Alexstrasza führen die Zeremonie durch.

Welche Episode aus Malfurions Leben hat euch am meisten beeindruckt? Ist es die ungewöhnliche Freundschaft zu Thrall? Der Kampf gegen Ragnaros oder Malfurions Gefangenschaft im Smaragdgrünen Traum? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen.

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Wer ist eigentlich Malfurion Sturmgrimm?

Erster Auftritt:

  • Warcraft – War of the Ancients

Weitere Auftritte:

Besondere Merkmale:

  • Älter als 10.000 Jahre
  • Mächtigster Druide der Nachtelfen in Azeroth
  • Trägt ein Geweih
  • Kann sich in den smaragdgrünen Traum vesetzen
  • Schafft es immer wieder wichtige Allianzen zu schmieden

So viel zu Malfurion. Welche Spielfigur sollen wir in der nächsten Folge von "Wer ist eigentlich?" vorstellen?

  1. Pyro (Team Fortress Classic/Team Fortress 2)
  2. M. Bison (“Street Fighter”-Reihe)
  3. Scooter (Borderlands 2)

Falls ihr es verpasst habt, dann schaut euch hier die letzten Ausgaben von "Wer ist eigentlich?" an:

Dieses Video zu WoW - Draenor schon gesehen?

Tags: Singleplayer   Multiplayer   Online-Zwang   Wer ist eigentlich  

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