Wahr oder falsch? #161: Besitzen Videospieler eine bessere Wahrnehmung?

von Dennis ter Horst (03. Oktober 2015)

Jeder von euch liebt es, zu zocken. Einfach mal die Beine hochlegen, sich auf dem Sofa langmachen, den Controller in die Hand nehmen und alles um sich herum vergessen. Dadurch ist es möglich, nach einem harten Arbeitstag abzuschalten und verregnete Tage lassen sich durch mehrere Stunden spielen ebenfalls gut überleben.

Wenn ihr aber viel spielt oder euch allgemein sehr oft mit Videospielen beschäftigt, ändern sich eure Fähigkeiten. So zeigt ihr beispielsweise sehr feinmotorische Fähigkeiten, da ihr die Knöpfe auf einem Joystick oder die richtigen Tasten auf einer Tastatur betätigen könnt, damit im Spiel genau das passiert, was ihr wollt.

Doch angeblich entwickelt sich auch euer Gehirn weiter. So sollen Videospieler über eine deutlich höhere Wahrnehmung verfügen, als Nicht-Spieler. Das stimmt wirklich.

Dies hat eine Studie der Duke University aus Durham herausgefunden, die in North Carolina liegt. So sehen Zocker die Welt mit anderen Augen als Leute, die sich eben kaum oder gar nicht mit Videospielen befassen. Aus einer visuellen Szenerie entnehmen Zocker demnach sehr viel mehr Informationen und Details.

125 Probanden wurden für diese Studie rekrutiert. Diese wurden einem bestimmten Test unterzogen, wobei Videospieler von der Leistung her stets vor den Ergebnissen der Nicht-Spieler lagen. Drei Gründe stehen hierbei zur Debatte, die solch ein Ergebnis hervorbringen können:

  • Videospieler sehen besser
  • Zocker bleiben visuelle Reize länger im Gedächtnis
  • Die Bildung der Entscheidung hat sich mit der Zeit bei Spielern optimiert

Nun ist aber herausgekommen, dass Spieler sehr viel genauer hinschauen und wichtige von unwichtigen Objekten besser unterscheiden können. Dies wird durch Videospiele trainiert und hat auch Auswirkung auf die Neuronen im Gehirn.

So würden Neuronen, die öfters zusammen aktiv sind, auch besser miteinander agieren können. Noch dazu betont Psychologe Dominik Rosenauer, dass ein Bild im Kopf eines Menschen nur zu 20 Prozent vom Auge erstellt und wahrgenommen wird. Den Rest macht das Gehirn.

Ob sich das durch die neuen Virtual-Reality-Brillen noch weiter ausdehnen wird? Schließlich begebt ihr euch mit den Brillen komplett in ein Videospiel hinein.

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Dementsprechend steigert ihr also mit der Zeit immer mehr eure Wahrnehmung, wenn ihr gerne und oft Videospiele konsumiert. Also doch nicht alles schlecht, nicht wahr?

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Tags: Wahr oder falsch  

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