Payday 2: Entwickler führen Mikrotransaktionen ein und ziehen Spielerzorn auf sich

von Sören Wetterau (16. Oktober 2015)

Mit einer neuen Aktualisierung für Payday 2 steht Entwickler Overkill aktuell unter heftiger Kritik der Spieler. Grund dafür ist die Einführung von Mikrotransaktionen in den Shooter.

Das Update integriert den sogenannten Schwarzmarkt. Nach einem erfolgreichen Bankraub habt ihr nun die Chance, einen Tresor zu erhalten. Jeder Tresor enthält eine zufällige Auswahl an optischen Anpassungen für die jeweiligen Waffen, die sogar teilweise die Werte verbessern.

Größter Kritikpunkt der Spieler: Die Tresore lassen sich lediglich mit speziellen Bohrern öffnen, die zuvor für Echtgeld erworben werden müssen. Ein Bohrer kostet um die 2 Euro und öffnet lediglich einen einzigen Tresor. Bohrer, Tresore und Waffenanpassungen könnt ihr zusätzlich über den Steam-Marktplatz handeln.

Ein ziemlich ähnliches System mit Kisten anstatt Tresoren existiert in den Valve-Spielen Counter-Strike - Global Offensive, Dota 2 und Team Fortress 2. Die zwei letztgenannten Spiele sind im Gegensatz zu Payday 2 jedoch "Free 2 Play". Counter-Strike - Global Offensive kostet zwar ebenfalls Geld, erhält dafür aber regelmäßig kostenlose Inhaltserweiterungen. Bei Payday 2 hingegen gibt es viele neue Raubüberfälle nur via Bezahlerweiterungen.

Aus diesem Grund wehren sich die Spieler gegen die Schwarzmarkt-Aktualisierung. Sowohl auf der Website Reddit, als auch in den Steam-Nutzerbewertungen hagelt es zahlreiche Kritik gegen Entwickler Overkill. Dem schwedischen Unternehmen wird vorgeworfen, an der Spielergemeinschaft vorbei zu entwickeln und gleichzeitig alte Versprechen zu brechen.

In einem Interview von 2013 mit der Website Gamespot kündigte der damalige Hauptverantwortliche Entwickler David Goldfarb an, dass für Payday 2 definitiv keine Mikrotransaktionen geplant sind. Eine ähnliche Aussage findet sich in den Steam-Foren. In einer Ankündigung vom Mai 2013 heißt es, dass Payday 2 kein System für Mikrotransaktionen erhalten wird.

Ob Entwickler Overkill dem extremen Druck der Spielerschaft nachgibt, ist unklar. Damion Poitier, einer der Synchronsprecher von Payday 2, gibt über Twitter zumindest bekannt, dass die Verantwortlichen hinter der Entscheidung die Reaktionen mitbekommen.

Bislang gibt es den Schwarzmarkt übrigens nur für die PC-Version von Payday 2. Die Konsolenfassung für PlayStation 4 und Xbox One ist noch unberührt und daher wohl aktuell die ultimative Fassung des Bankraub-Shooters.

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Tags: DLC   Koop-Modus  

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