Payday 2 und Mikrotransaktionen: "Die Presse ist schuld!"

von Daniel Kirschey (28. Oktober 2015)

Almir Listo, Produzent bei Entwickler Overkill, gibt unter anderem den Medien die Schuld, dass viele Spieler erzürnt über die Mikrotransaktionen in Payday 2 sind.

Payday 2 zeigt wie schnell zwei Jahre ein Spiel und die dahinterstehenden Entwickler, in diesem Falle Overkill, verändern können. Noch bevor das Spiel auf den Markt kam, versprachen der Leitende Entwickler David Goldfarb und Produzent Almir Listo, dass es niemals Mikrotransaktionen im Spiel geben würde. Jetzt sind sie da. Der sogenannte Schwarzmarkt führt Mikrotransaktionen ins Spiel ein.

Inzwischen hat Overkill die Mikrotranksaktionen in Payday 2 etwas entschärft und bietet den Spielern die Möglichkeit, die neue Währung "Bohrer" auch zu erspielen. Der Zorn der Spieler ist jedoch noch lange nicht verraucht. Auf Reddit stellt sich Amir Listo den Fragen dieser und heizt die Gemüter noch weiter an.

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Payday 2 - Raubüberfälle wie im Film

Denn Almir Listo sieht den Grund der Aufregung hauptsächlich in der Berichterstattung der Presse: "Ich glaube, das eigentliche Problem hier ist, dass es viele Leute in Machtpositionen in den Medien und woanders gibt, die vereinheitliche Clickbait-Artikel über Dinge schreiben, die eine große Rolle für viele spielen, anstatt ernsthafte Recherche zu betreiben, um die richtigen Fakten zu bekommen."

Der eigentliche Grund, warum Overkill Mikrotransaktionen eingeführt habe, liege daran, dass das Entwickler-Team von 25 auf 75 Leute angewachsen sei und sie weiterhin viele frische Inhalte liefern wollen. Dabei scheint Almir Listo den Zorn der Spieler nicht nachvollziehen zu können: "Nicht in unseren wildesten Träumen hätten wir mit der Reaktion gerechnet, die das Update in den ersten paar Tagen bekommen hat." Was Overkill hier nicht zu verstehen scheint, ist die Tatsache, dass wenn ein Entwickler etwas verspricht, dann aber nicht einhält, der Zorn nicht aus einer logischen Überlegung herrührt, sondern aus einem emotional aufgeladenen Vertrauensbruch. Das ist aber nur natürlich.

Inzwischen gehen einige Spieler so weit, dass sie die Seite Road to Greedfest erschaffen haben, auf der sie andere Spieler dazu anfeuern, negative Kritiken zum Spiel auf Steam und Metacritic abzugeben und Payday 2 nicht mehr zu spielen.

Tags: Online-Zwang   Multiplayer   Politik  

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