H1Z1: Modus "Green Dawn" sorgt für Ärger

von Micky Auer (09. November 2015)

Es ist in den letzten Monaten etwas still um das vorher so heiß beworbene Online-Survival-Spiel H1Z1 geworden. Das mag in erster Linie daran liegen, dass die holprige "Early Access"-Version des Spiels für PC und PlayStation 4 auf Vordermann gebracht werden muss. Darum kümmert sich der Entwickler Daybreak Game Company.

Die Arbeiten gingen gut voran und die Rückmeldungen aus der Spielergemeinschaft sind dahingehend auch durchaus positiv ausgefallen. Aktuell aber sieht sich Daybreak Game Company harsch formulierter Kritik ausgesetzt. Im Detail dreht sich dabei alles um den neuen "Green Dawn"-Modus. In dieser Spielvariante sollen die Teilnehmer gegeneinander antreten und sich gegenseitig das virtuelle Licht ausblasen, bis nur noch ein Spieler am Feld ist.

Die Motivation für eine Teilnahme an Green Dawn ist durchaus gegeben, da der Gewinner mit exklusiven Preisen belohnt wird. Allerdings hat die Sache einen unschönen Haken. Wenn ihr nämlich teilnehmen wollt, müsst ihr ein Ticket investieren. Ein solches Ticket erhaltet ihr zum Beispiel gratis, wenn ihr die "Early Access"-Version von H1Z1 käuflich erwerbt. Weitere dieser Tickets können im Spiel selbst gefunden werden, oder aber ihr investiert weiterhin Echtgeld, um an sie ranzukommen. Letzterer Punkt ist genau der, der nun dafür sorgt, dass es nun ordentlich Kritik hagelt. Viele Spieler werfen dem Entwickler vor, er würde aus reiner Geldgier agieren und sich nicht mehr um eine weitere Überarbeitung des Spiels kümmern.

Der Entwickler reagierte bereits auf die Vorwürfe und versucht, in einem offenen Brief an die Spieler (Englisch) im Forum von Reddit die Wogen zu glätten. Die Reaktion seitens der Spieler ist jedoch bestenfalls zwiespältig. Ob und was sich am Modus Green Dawn, veranlasst durch die heftige Kritik, nun ändern wird, steht zu diesem Zeitpunkt absolut nicht fest.

Fest steht: Ein Entwickler kann nicht umsonst arbeiten und ständig Inhalte nachliefern, die keinen Profit abwerfen. Schließlich wollen Gehälter, Mieten und sonstige Kosten abgedeckt werden. Und am Ende soll auch noch ein Gewinn dabei rauskommen. Ansonsten ist die Daseinsberechtigung einer Firma nicht mehr gegeben. Es ist allerdings ein schmaler Grad zwischen reiner Profitgier und dem "simplen" Verdienen von Geld, um überhaupt weitermachen zu können. Ob hier die Marketing-Abteilung zu weit gegangen ist oder die Spieler den Hintergrund einer solchen Entscheidung schlicht und ergreifend nicht verstehen wollen, sei dahingestellt.

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H1Z1 - Das dynamische Wettersystem stellt sich vor

Oft entspricht die harte Realität in der Spieleentwicklung nicht den Vorstellungen der Spieler, für die diese Branche lediglich aus wenig Arbeit und einem hohen Einkommen besteht. Doch das ist einer der großen Irrtümer, mit denen ein Entwickler zu kämpfen hat. Eine solche Ignoranz zu durchbrechen, scheitert oft an der Verbohrtheit der vor allem jüngeren Käuferschicht, die sich stets berechtigt sieht, alles zu bekommen, wonach sie verlangt.

Dieser und weitere solcher weitverbreiteten Irrtümer sorgen sowohl im Lager der Spieler, als auch bei den Entwicklern für Unmut und unnötigen Stress. Wenn ihr mehr Hintergründe und Aufklärung solcher Missverständnisse sucht, schaut mal in den Blickpunkt "Aufgedeckt: 10 Irrtümer über die Entwicklung von Spielen (und deren Richtigstellung)"

Alle weiteren Infos zu H1Z1 findet ihr hier.

Kritik darf aber auch nicht einfach so im Sande verlaufen, wenn sie gerechtfertigt ist. Wie sich die Angelegenheit um H1Z1 weiterentwickelt, behalten wir für euch einstweilen im Auge.

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Tags: Horror   Open World   Online-Zwang  

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