GTA 5: Kriegte dieser Mehrspieler-Modder bösen Besuch von Take Two?

von David Dieckmann (10. November 2015)

Eine Geschichte eines Modders von Grand Theft Auto 5 klingt abenteuerlich: Er behauptet, er habe von Privatermittlern im Auftrag von Take Two (des Mutterkonzerns von Rockstar Games) Besuch bekommen. Zuhause. Und diese Männer sollen ihm mit einer Klage gedroht haben, sofern er seine Modifikation nicht sofort einstelle. Nachzulesen sind seine Ausführungen im englischsprachigen Forum Reddit.

Vielleicht habt ihr bereits von den Machern der Mod namens "FiveM" gehört. Bereits im August sperrte Rockstar die Spielerkonten der Modder. Der Grund: Bei FiveM handelt es sich um eine Mod für den Mehrspieler-Modus. Das mag Rockstar nicht. Denn während ihr im Einzelspieler-Modus höchstens eurem Spielstand schaden könnt, besteht die Möglichkeit, dass ihr euch im Mehrspieler-Modus Vorteile gegenüber anderen Spielern erschummelt. Rockstars klare Aussage lautet sinngemäß: Einzelspieler-Mods sind total super - aber bitte lasst GTA Online in Ruhe.

So weit, so gut. Doch die Macher von FiveM hatten nach eigenen Angaben nicht vor, GTA Online zu verändern, sondern wollten eine eigenständige Mehrspieler-Version parallel zu Rockstars Original erstellen. Rockstars Gegenargument hierzu ist jedoch nachvollziehbar: Dem Quellcode von FiveM sei zu entnehmen, dass die Mod Schlupflöcher für Software-Piraten biete.

Nach ihrem Bann machten die Macher von FiveM aber scheinbar unbeirrt weiter mit ihrer Mod. Die sieht im aktuellen (letzten sichtbaren?) Stadium auch schon recht gut aus und hat bereits viele Anhänger. Einer der Macher meldet sich nun aber zu Wort: "Da standen gerade ein paar Privatermittler vor meiner Tür, die behaupteten von Take Two geschickt worden zu sein. Sie gaben mir ein Telefon in die Hand - mit einer Person an der Leitung, die scheinbar aus Nordamerika oder Großbritannien anrief, um mit mir zu besprechen 'meine Aktivitäten in Verbindung mit Grand Theft Auto einzustellen'".

Weiterhin behauptet der FiveM-Gründer, Die Firma habe "ihren rechtlichen Standpunkt überprüft und sei sich ziemlich sicher, im Recht zu sein". Was klingt wie eine Szene aus GTA 5 selbst, ist selbstverständlich fraglich. Einen aussagekräftigen Beweis für die Aussagen des Modders gibt es nicht.

Hier übrigens ein Einblick in die aktuelle Version der Mehrspieler-Mod:

spieletipps hat zu dem Thema nachgefragt: Eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen gibt es bislang nicht. Jedoch formuliert Rockstar seine Aussagen bezüglich Modifikationen klar:

"Wir haben die kreativen Bemühungen der PC Modding-Community stets zu schätzen gewusst und erinnern uns immer noch gerne an großartige Mods für GTAIV PC, wie Zombie Invasion und Original GTA Map und viele weitere Klassiker. [...]Unser Augenmerk liegt darauf, GTA Online gegen Mods abzusichern, durch die Spieler einen unfairen Vorteil erlangen könnten, die den Spielablauf stören oder für Belästigung sorgen können."

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GTA 5: Die skurrilsten Easter Eggs

Ob der vermeintliche Besuch der Privatermittler nun das Ende für "FiveM" ist? Das bleibt abzuwarten. In jedem Fall sind beide Standpunkte bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Wer in GTA 5 lieber die "sicheren" Mods für den Einzelspieler-Modus ausprobieren möchtet, für den haben wir einige Modding-Höhepunkte parat:

Tags: Rumor   Multiplayer   Online-Zwang  

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