Todesdrohung für Spieler von Counter-Strike: Kommt mal wieder klar, Leute

von Joachim Hesse (20. November 2015)

Chad "SPUNJ" Burchill (im Foto rechts) ist ein Pro Gamer. Er spielt Counter-Strike Global Offensive. In einem Gespräch mit dem Magazin HLTV.org offenbarte er nun, dass seine Mannschaft Renegades bei Turnieren Todesdrohungen erhält.

Die Feststellung trifft er fast beiläufig, so alltäglich scheint dieses Verhalten inzwischen geworden. Wir finden, das geht gar nicht. Es wird Zeit, dass das jemand einmal klar ausspricht. Beileidigungen - oder wie in diesem Fall gar Todesdrohungen - sind kein Kavaliersdelikt. Wo solche "Späße" am Ende hinführen können, haben diverse Opfer von sogenannten Swattings bereits leidvoll erfahren. Am Ende dann übrigens noch leidvoller für den Swatting-Urheber, denn die Polizei nimmt diese Geschichten ebenfalls nicht auf die leichte Schulter.

Im Rahmen der RGN Pro Series Championship äußerte Burchill: "Wir sind diejenigen, die aberhunderte Nachrichten auf Twitter bekommen wie Todesdrohungen oder Inhalte in der Form 'Fickt euch dafür, dass ich alle meine Skins verloren habe' und ähnlicher Mist."

Unflätige Äußerungen und Beleidigungen hat vermutlich jeder schon einmal anhören müssen, der Spiele mit anderen online zockt. Manche Spieler nutzen ihr Headset als Ventil für ihren aufgestauten Frust. Besonders bei Spielern aus den Vereinigten Staaten ist der Umgangston häufig recht derbe.

Doch es ist etwas anderes, wenn man bei geschlossenen Scheiben im Auto vor sich hinflucht oder andere Spieler über den Sprachkanal im Spiel angeht. Mal ehrlich: Das ist einfach peinlich. Zumal es hier echte Menschen trifft, die solche Worte erst einmal verarbeiten müssen. Jeder ist da anders und vielleicht nimmt sich das Gegenüber das viel mehr zu Herzen, als es der Beleidiger wollte. Wer weiß das schon? Jeder ist da anders gepolt und nicht jeder hat ein dickes Fell steckt solche Sachen gleich gut weg.

Niemand hat es verdient wegen seiner Spielkünste beleidigt zu werden - zumal die, die sich nicht benehmen können ja meist die sind, die schlechter spielen. Wer in Mehrspieler-Gefechten andere zu beleidigen versucht oder exzessiv Fäkalsprache verwendet, outet sich damit als als schlechter Spieler und schlechter Verlierer.

Kleiner Tipp am Ende: Falls jemand unbedingt fluchen will, weil er mal wieder schlechter abgeschnitten hat als sein Gegenüber, dann sollte er einfach den Sprachkanal stumm schalten.

Tags: E-Sport  

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