Virtual-Reality-Brillen: Zu viel Horror für bisherige Pegi-Alterseinstufungen

von Jannick Gänger (22. November 2015)

Heute schon ein Horrorspiel gezockt? Nebenbei vielleicht noch das Handy in der Hand, die Briefmarken sortiert und die Nasenhaare getrimmt? Mit der Veröffentlichung der sogenannten Virtual-Reality-Brillen (kurz: VR-Brillen) dürfte sich euer Spielverhalten rapide ändern. Deswegen denkt auch die Organisation Pegi darüber nach, Alterseinstufungen für Videospiele der neuen Technik anzupassen.

Vertreter wie Oculus Rift, HTC Hive oder Morpheus werden konventionelle Spielerfahrungen vermutlich in den Schatten stellen und hinsichtlich bedrohlicher Situationen neue Rekordmengen von Angstschweiß produzieren. Mit Kopfhörern und einer geschlossenen Brille auf dem Kopf seid ihr abgeschirmt von der Außenwelt und konzentriert euch im besten Fall somit nur auf das Spiel, ohne Ablenkung durch Dritte.

Eine herkömmliche Bewertung von Alterseinstufungen für VR-Brillen kann sich da als schwierig gestalten. "Pegi untersucht die kommenden Virtual-Reality-Produkte anhand des derzeitigen Fragebogens, aber wir behalten uns das Recht vor, dass wir verschiedene Elemente neu bewerten können", so Dirk Bosmans von Pegi im Gespräch mit MCV. Speziell geht er auf zwei Elemente ein, die eventuell einer Überarbeitung bedürfen: "Insbesondere die Kriterien der 'Furcht' (derzeit Pegi 7) und 'Horror' (derzeit Pegi 12, wenn es keine gewaltsame Bildsprache nutzt)."

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Heißt im Klartext: Ein normales Spiel kann eine Alterseinstufung von "Pegi 7" erhalten, sollte die Wirkung durch eine VR-Brille aber verstärkt werden, ist eine Hochstufung auf "Pegi 12" (also ab 12 Jahren geeignet) denkbar. Wer beispielsweise schon einmal die Oculus Rift auf dem Kopf hatte, kann ungefähr erahnen, wie leicht man wie ein kleines Kind jault, wenn einem plötzlich jemand auf die Schulter tippt, während man gerade im Spiel versinkt. Für VR-Brillen optimierte Horrorspiele wie Among The Sleep oder Slender - The Arrival lösen da bei manchen sicher nicht nur grelle Schreie aus, sondern sorgen auch für nasse Hosen.

Im Blickpunkt "Virtual Reality: Das erwartet euch mit HTC Vive, Oculus Rift, Morpheus und Co." erfahrt ihr mehr über die kommende Welle der 3D-Brillen und bekommt eine Einschätzung vo Onkel Jo.

Einer der Vorreiter für passende Spiele ist übrigens das deutsche Entwicklerstudio Crytek, das derzeit an Back to Dinosaur Island bastelt und es kostenlos zur Verfügung stellt.

Haltet ihr diese Vorgehensweise bei Alterseinstufungen für sinnvoll? Habt ihr selber schon eine VR-Brille auf dem Kopf getragen? Musstet ihr euch übergeben?

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Tags: Oculus Rift  

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