Final Fantasy 7 - Remake: Rechtfertigung für Episoden, mehr Power durch Unreal Engine 4

von Micky Auer (08. Dezember 2015)

Jahrelang mussten die Spieler darauf warten, jetzt gibt es ein ständiges Auf und Ab der Gefühle in Bezug auf Final Fantasy 7 - Remake. Für ein Stimmungshoch sorgte die Ankündigung, dass die Neuauflage des PS1-Klassikers tatsächlich in Arbeit sei. Dann sorgte ein kürlich veröffentlichtes Video mit ersten Spielszenen wiederum für gemischte Gefühle, weil nicht alle Spieler das veränderte Kampfsystem gut fanden. Für Negativ-Schlagzeilen sorgte gleich einen Tag darauf die Ankündigung, dass Final Fantasy 7 - Remake nicht als komplettes Spiel, sondern in Form mehrerer Episoden veröffentlicht werden soll.

Zum Kampfsystem gibt es seitens Square Enix bislang keinerlei wirklich einleuchtende Erklärung oder Information. Jetzt kommt jedoch wieder ein positiver Punkt ins Spiel. Und zwar der Umstand, dass das Spiel auf Basis der Unreal Engine 4 entwickelt wird.

"Uns ist klar, wie wichtig Final Fantasy 7 den Fans ist. Daher setzen wir unser Vertrauen in die Technik der Unreal Engine 4, um diese langerwartete Neufauflage zu verwirklichen und sie für moderne Plattformen entsprechend in Szene zu setzen", erklärt Produzent Yoshinori Kitase von Square Enix in einem Interview mit der englischsprachigen Webseite IGN.

Taka Kawasaki, ein Sprecher der japanischen Niederlassung von Epic, dem Hersteller des Grafikgerüsts Unreal Engine 4, meint dazu, "dass es eine Ehre sei, an der Wiedergeburt eines der beliebtesten Videospiele aller Zeiten teilzuhaben."

Bezüglich der Entscheidung für eine episodische Veröffentlichung äußert sich Kitase gegenüber der englischsprachigen Seite Gamespot folgendermaßen: Eine HD-Neuauflage kann nur in Episodenform eine ähnliche Spieltiefe wie das Original erreichen. Hätte der Entwickler versucht, das Original mit all seinen umfangreichen Inhalten in seiner Gesamtheit zu übernehmen, hätten einige Bestandteile gestrichen oder gekürzt werden müssen. Aufgrund des episodischen Ansatzes könnten nunmehr sogar neue Inhalte den Weg ins Spiel finden, die es im Original nicht gab. Dazu könnten beispielsweise neue Areale in der Stadt Midgar zählen. Außerdem erwähnt Kitase, dass es dennoch zu Streichungen kommen könnte, im Endeffekt aber insgesamt mehr Inhalte vorhanden sein würden.

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Final Fantasy 7 - ein zeitloses Rollenspiel

Alles in allem klingt das durchaus etwas widersprüchlich, zumal Tetsuya Nomura, der Hauptverantwortliche für das Projekt bereits kurz nach der Spielemesse E3 2015 zu Protokoll gab, dass die Neufassung dem Original treu bleiben soll. Warum in einer Gesamtveröffentlichung Teile des Spiels der Schere zum Opfer fallen könnten oder gar müssten, wird lapidar auf den Umfang des Originals und die aufwändige Neuentwicklung geschoben. Bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt in weiterer Folge gestaltet. Das Thema sorgt in Zukunft sicher noch für Diskussionsstoff.

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Tags: Fantasy   Anime   Remake  

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