Emily Wants To Play: Wenn die Barbie töten will

von Jannick Gänger (13. Dezember 2015)

Ein spieletipps-Redakteur, der namentlich nicht genannt werden will, spielte in seiner Kindheit mit Barbies (sein Nachname reimt sich auf "Hänger"). Jetzt hat er Angst vor ihnen. Generell vor allen Puppen. Schuld ist Emily Wants To Play. Ein Spiel, das mehr Angst einjagt als der Anblick eines rasierten Chewbaccas.

Es ist die letzte Pizzalieferung des Abends. Ihr betretet einen Vorgarten, in dem die Gräser wuchern, als gäbe es kein Morgen. Licht schimmert aus dem Haus, ihr tretet ein, ruft: "Hallo?" Niemand antwortet. Aber jemand wartet auf euch. Emily Wants To Play ist ein kleines Indie-Horrorspiel, das euch eben jenes Haus erkunden lässt. Schließlich sind alle Pizzaboten verdammt akkurate Menschen, die um jeden Preis die Pizza zustellen, besonders dann, wenn das Haus leersteht und total gruselig wirkt. Natürlich läuft nichts, wie erwartet. Schon bald will die kleine Emily spielen. Es sollte klar sein, dass Emily in diesem Fall nicht euer Traumpartner ist, der in Unterwäsche Fallout 4 zockt, verdammt gut aussieht und alle 720 Pokémon aufzählen kann (auf einen spieletipps-Redakteur, der nicht namentlich genannt werden will, trifft genau das zu. Sein Nachname reimt sich auf "länger").

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Emily Wants To Play: Todespuppen gegen den Pizzaboten

Das von Shawn Hitchcock entwickelte Spiel konzentriert sich ganz auf Schockmomente. Blut und Gedärme findet ihr bei The Evil Within oder beim Winterschlussverkauf von Primark. Hier zählt Licht und Dunkelheit. Wie in Slender. Nur ohne den Slenderman. Der hat sich bei den Puppen sicher nur gedacht: Nee, jetzt mal ehrlich, irgendwo muss man die Grenze ziehen, das macht mein Herz nicht mit. Dann wedelte er mit seinen langen Armen und lief weg. Man kann es ihm nicht verübeln, denn schon bald bekommt ihr die volle Ladung Horror. Licht flackert, Licht geht aus, Licht geht wieder an und zack, steht da jemand. Oder etwas. Ist es eine Puppe? Ist es ein Mädchen? Oder doch nur Pikachu mit schwarzem Lippenstift? Man weiß es nicht.

Da fragt man sich: Darf er das? Darf der Entwickler euch so hart erschrecken? Er betont auf Steam: Ihr könnt im Eiltempo herumlaufen oder ganz langsam jeden Winkel erkunden. Wir würden vorschlagen: Abhauen und auf Jamaica ein neues Leben beginnen. Dezente Hinweise auf Mord und Totschlag findet ihr in Emily Wants To Play natürlich immer nur beiläufig. Die Angst kriecht eure Speiseröhre hinunter und infiziert euren Magen mit einem ganz üblen Gefühl, bis der große Schreck folgt. Wir empfehlen danach als Therapie eine Runde Hello Kitty - Freundinnen für immer!.

Emily Wants To Play ist für den PC erhältlich und bei Steam für 4,99 Euro zu kaufen. Wer in der Kombination "Pizzabote + Horrorpuppen" ein fantastisches Konzept sieht, sollte einen Blick riskieren (und sich untersuchen lassen). Ein Tipp: Behaltet nachts euren Plüsch-Yoda im Auge. Die Kleinen sind die Schlimmsten; die Kleinen mit Sprachfehler aber die Allerschlimmsten.

Dieses Video gibt euch einen Einblick in Emily Wants To Play:

Tags: Horror   Indie  

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