Fallout 4: Spiel ohne Kills durchgespielt

von Micky Auer (04. Januar 2016)

Einer der größten und wichtigsten Bestandteile der Spielmechanik in Fallout 4 ist sicherlich der Kampf. Schließlich handelt es sich bei Bethesdas monumentalem Spiel um ein Action-Rollenspiel. Was wäre also Action, ohne ausgiebigen Waffeneinsatz? Noch dazu ist das virtuelle Ödland rund um Boston von zahlreichen Kreaturen und feindseligen Gestalten bevölkert, die nicht lange zögern, euch mit Waffengewalt davon zu überzeugen, dass sie hier das Sagen haben.

Andererseits dürft ihr auch nicht vergessen, dass der zweite Teil des Begriffs "Action-Rollenspiel" nun mal "Rollenspiel" ist. Das heißt, ihr könntet theoretisch auch das Ende des Spiels zu Gesicht bekommen, ohne auch nur einen Schuss abgefeuert und auch auf den Einsatz von Hieb-, Stich- und Explosivwaffen verzichtet zu haben. Sicher nicht ganz einfach, denn eine Todeskralle lässt sich wohl kaum dazu überreden, friedlich ihrer Wege zu gehen und euch dabei gänzlich unversehrt zu lassen.

Nicht einfach, aber auch nicht unmöglich! Das will der Youtuber Kile Hinckley auf seinem Kanal The Weirdist unter Beweis stellen. Sein Plan: Fallout 4 von Anfang bis zum Ende durchspielen, ohne auch nur ein einziges Lebewesen über den virtuellen Jordan zu befördern. Und damit die Herausforderung auch ganz besonders saftig ist, soll das natürlich auch noch im Survival-Modus stattfinden. Sein Vorhaben umfasst natürlich mehr als bloß ein Video. Das erste aus der Reihe findet ihr direkt hier, alle weiteren gibt es auf Hinckleys Youtube-Kanal (den Link findet ihr unter dem Video).

(Quelle: Youtube, The Weirdist)

Aber wie will er das anstellen? Hinckley nutzt dabei die komplexen Möglichkeiten der Charakterentwicklung im Spiel. Seine weibliche Hautpfigur namens Dizzy verfügt zum Beispiel über einen hohen Charisma-Wert. Damit ist es ihr möglich, feindlich gesinnte Charaktere oder Kreaturen entweder zu beruhigen oder durch geschickte Rhetorik gegeneinander aufzuhetzen. Natürlich wird es dabei oft virtuelle Todesopfer geben, dennoch sterben diese nicht direkt durch die Hand von Dizzy. Eine Tötungsstatistik von Null zum Ende des Spiels hin wird also auch durch die sorgfältige Auswahl von Dialogoptionen gewährleistet.

Auch besonders wichtig für dieses Vorhaben ist der Perk "Ödlandflüsterer". Mit dessen Hilfe gelingt es Dizzy, angreifende Kreaturen sämtlicher Coleur zu besänftigen. All dies ist ein äußerst mühsamer Weg und verschlingt unmäßig viele Stunden an Spielzeit. Denn oft ist das Ergebnis einer Verhandlung bis zu einem gewissen Grad dennoch vom Zufall abhängig. Um die Statistik rein zu halten, muss also so mancher Spielstand neu geladen werden, wenn ein Gespräch nicht das gewünschte Ergebnis zeigt und die Situation nur noch durch Waffengewalt zu lösen ist.

Aber Beharrlichkeit lohnt sich, denn es ist Hinckley tatsächlich gelungen, Fallout 4 als der ultimative Friedensbringer und Pazifist durchzuspielen. Daher kann er nun reinen Gewissens behaupten: "Keine Supermutanten wurden während der Erstellung dieser Videos verletzt."

Allerdings dürfte nun für Hinckley auch feststehen, dass er den Großteil der 15 Anzeichen aufweist, die aussagen, dass er zu viel Fallout 4 spielt. Schaut doch mal rein und übreprüft, ob das auch auf euch zutrifft.

Im schlimmsten Fall zerstört Fallout 4 nämlich euer Leben. Das zumindest behauptet ein junger Russe. Nun, man kann sich die Realität seiner eigenen Abgründe sicher bis zu einem gewissen Punkt zusammenfantasieren.

Tags: Open World   Science-Fiction   Video  

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