Nach Ausfall von PSN: Sony verspricht Entschädigungen

von Micky Auer (06. Januar 2016)

Nach dem kürzlich stattgefundenen Ausfall des PlayStation Network (kurz: PSN) auf sämtlichen Sony-Plattformen, verspricht der japanische Konzern nun als Entschädigung, die Abos für PlayStation Plus und PlayStation Now zu verlängern.

Laut Sony soll der Ausfall der betroffenen Dienste die bereits bezahlten Abos nicht beeinträchtigen. Weltweit konnten Besitzer einer PS3, PS4 oder PS Vita während des Ausfalls zum Beispiel keine Spiele spielen, die eine Server-Verbindung benötigen. Die Online-Funktionen waren für etwa zehn Stunden nicht verfügbar. Neben der angekündigten Verlängerung der Abos sollen auch die Leih-Perioden für Filme und TV-Serien verlängert werden.

Nachdem Sony die Probleme im PSN behoben hatte, entschuldigte sich die Firma via Twitter für den Vorfall, dankte den Nutzern für ihre Geduld und bestätigte die oben erwähnten Verlängerungen.

Zum Zeitpunkt des Entstehens dieser News ist noch unklar, für wie lange Sony die "PS Plus"- und "PlayStation Now"-Mitgliedschaften verlängern will. Vermutlich wird sich die Kompensation in einem ähnlichen Rahmen bewegen, wie die, die es nach dem berüchtigten Ausfall des Netzwerkes zur Weihnachtszeit 2014 gegeben hat. Damals hat die "Hacker"-Gruppe Lizard Squad eine DDos-Attacke gegen die Sony-Server gestartet, was zur Folge hatte, dass Sony alle betroffenen Mitgliedschaften um fünf Tage verlängerte.

Obwohl das PSN zurzeit wieder stabil läuft, steht noch eine offizielle Stellungnahme von Sony aus, was genau der Grund für den ungewöhnlich langen Ausfall war. Eine plausible Erklärung dafür könnte sein, dass die Drohungen der "Lizard Squad"-Nachahmer Phantom Squad wahr gemacht worden sind. Diese Gruppe hat kurz vor Weihnachten angekündigt, mehrere große Spielenetzwerke lahmzulegen. Dies könnte nun der Fall gewesen sein, wenn auch mit Verspätung. Phantom Squad selbst hat sich auf jeden Fall bereits dazu bekannt, für den Ausfall verantwortlich zu sein.

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Best of PlayStation 2015

Was auch immer letztendlich der Grund für den Ausfall gewesen sein mag, eines steht fest: Niemand hat einen Nutzen davon, wenn ein so hoch frequentiertes Netzwerk wie das PSN nicht verfügbar ist. Ein solches Ereignis sperrt Nutzer auf einer Plattform aus, die sie sich mit ihrem sauer verdienten Geld geleistet haben. Außerdem wird auf diese Weise die Beziehung zwischen Firma (Sony) und Kunden (euch) nachhaltig beeinträchtigt.

Sonys versprechen, die Nutzer für den ersten Ausfall im Jahr 2016 zu entschädigen, ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist dies auch lediglich eine Behandlung des Symptoms, nicht der Ursache. Denn ob es der Firma nun gefällt oder nicht: die Netzwerksicherheit lässt definitiv zu wünschen übrig. Speziell, nachdem Sony vor einigen Monaten in einer groß angelegten Kampagne vermittelt hat, dass das PlayStation Network stark verbessert werden soll. Im Zuge dessen wurde allen Konsumenten versichert, dass wichtig und große Schritte unternommen wurden, die Server zu verbessern. Doch im Angesicht immer wiederkehrender Ausfälle und nicht abwendbaren Angriffen von außen stellt sich die Frage, was denn nun Sony tatsächlich unternimmt, um die Situation zu verbessern. Bedenkt Folgendes: Es geht nicht nur um die Nichtverfügbarkeit eines Online-Dienstes, mitunter stehen auch wichtige Daten, wie zum Beispiel Kreditkarteninformationen, auf dem Spiel.

Wie empfindet ihr die Situation? Haltet ihr die Kompensation seitens Sony für angemessen? Hat der erneute Ausfall euer Vertrauen in die Firma beeinflusst? Uns interessiert eure Meinung! Hinterlasst uns ein Kommentar unter dieser News, wie ihr die Sache seht.

Tags: Hacks   Hardware   Online-Zwang  

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