Nintendo: Das sind die Zukunftspläne des neuen Firmenchefs

von Micky Auer (18. Januar 2016)

Nach dem unerwarteten Ableben von Firmenchef Satoru Iwata im vergangenen Jahr steht nun dessen Nachfolger Tatsumi Kimishima an der Spitze des japanischen Konzerns Nintendo. Er wurde offiziell im September 2015 zum Geschäftsführer ernannt.

Kimishima selbst arbeitet bereits seit beinahe 15 Jahren für die Firma. Laut seinen eigenen Aussagen hat er vor, die Vision und die Bestrebungen seines charismatischen Vorgängers weiterzuführen. Wie die meisten japanischen Firmen handelt es sich auch bei Nintendo um ein Traditionsunternehmen. Und eben diese Traditionen, durch die sich Nintendo auszeichnet, sollen auch weiterhin Bestand haben. Dies äußert Kimishima in einem Interview mit dem japanischen Magazin Mainichi.

Dennoch ist es für die Firma an der Zeit, nicht krampfhaft an den alten Methoden festzuhalten, sondern sich den modernen Gegebenheiten der Industrie anzupassen. Gegenüber Mainichi erläutert Kimishima nun die Pläne, die er für Nintendo 2016 umsetzen möchte. Ein wichtiger Bestandteil der Planung ist selbstverständlich die neue Hardware, bislang unter der Bezeichnung Nintendo NX bekannt.

Viel ist über die neue Konsole bisher noch nicht bekannt, doch das soll sich bald ändern. Sinnvollerweise steht dabei die Spielemesse E3 2016 im Fokus. Im Rahmen der Veranstaltung könnte - wie bereits zuvor die Wii U - Nintendos neues Aushängeschild präsentiert werden. Eine Veröffentlichung im darauffolgenden Jahr ist wahrscheinlich.

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Die besten Nintendo-Spiele 2015

Auch wenn viele bei Nintendo zuerst an Mario, Link und Zelda denken, so ist die Firma stets bestrebt, Spielern weltweit stets etwas Neues, Überraschendes zu bieten. Und damit sind nicht Nachfolger von Dauerserien gemeint, sondern tatsächlich nie zuvor gezeigte Konzepte. Dazu gehört wohl auch die Erweiterung des Produktsortiments für Smartphones, wie am Beispiel des angekündigten Pokémon Go zu erkennen ist. Außerdem sind TV-Serien und Filme geplant, in denen die beliebtesten Figuren aus Nintendo-Spielen im Mittelpunkt stehen. Auch hält Kimishima die Einrichtung von Freizeitparks im Nintendo-Stil für eine sinnvolle Investition.

Eine erste Smartphone-App soll bereits im März erscheinen. Zusätzliche Anwendungen sollen dann im Laufe von 2016 folgen. Für Nintendo ist dieser Bereich noch völliges Neuland. Daher haben diese Projekte für die Firma einstweilen noch Experimental-Status.

Der für eine Firma wichtigste Aspekt ist nach wie vor die finanzielle Seite, sprich: Wie wird Nintendo zukünftig Profit generieren? Kimishima setzt sich und seinen Mitarbeitern dabei ein Reingewinn-Ziel von 855 Millionen Dollar (etwa 780 Millionen Euro). Dieses Ziel entspricht grob dem Vierfachen des aktuellen Gewinns und soll innerhalb der nächsten Jahre angestrebt werden.

Das Augenmerk von treuen Fans und Branchenbeobachtern richtet sich momentan auf die nächsten Ausgaben von Nintendo Direct und natürlich auf die im Sommer bevorstehende Präsentation auf der E3. 2015 trat dabei Satoru Iwata nicht persönlich in Erscheinung, was viele Zuseher enttäuschte. Iwata entschuldigte sich dafür bei allen Fans via Twitter. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, wie schlecht es um seine Gesundheit bestellt war. Denn nur kurze Zeit später, am 11. Juni 2015, verstarb Iwata an den Folgen einer Krebserkrankung.

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Tags: Hardware   Pressekonferenzen  

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