The Division: Ubisoft will keine Vergleiche mit dem 11. September 2001

von Micky Auer (09. Februar 2016)

Kürzlich fand in New York eine Pressekonferenz des Herstellers Ubisoft statt. Die US-amerikanische Metropole wurde nicht zufällig gewählt, zumal sie der Schauplatz des kommenden postpandemischen Abenteuers The Division ist.

The Division erzählt die Vorkommnisse im Nachhall einer durch Terroristen orchestrierten weltweiten Seuche, durch die die amerikanische Regierung in die Knie gezwungen wird und die das Land ins Chaos stürzen lässt. Ihr übernehmt die Rolle eines Agenten, dessen Aufgabe es ist, die Ursache der Katastrophe zu ergründen.

Wie die englischsprachige Seite Destructoid berichtet, hat Ubisoft die Veranstaltung durch professionelle Überlebenskünstler bereichert, die den realitätsnahen Hintergrund des Szenarios im Spiel erläuterten. Was der Hersteller aber wohl zu keinem Zeitpunkt in Betracht gezogen hat, ist die jüngere Geschichte der Stadt New York. Ebensowenig will die Firma auf die Erfahrungen von Opfern und Anwohnern der Geschehnisse rund um den 11. September 2001 eingeholt haben. Auf die direkte Frage, ob Ubisoft sich mit den Opfern der Terroranschläge beraten hätte, um das Spiel authentischer zu gestalten, antwortet Julian Gerighty, einer der Verantwortlichen für die kreative Gestaltung von The Division: "Ich glaube nicht mal, dass eine Parallele zwischen dem Spiel-Szenario und 9/11 existiert."

Auf die Frage, ob der Einsturzt des World Trade Centers oder die noch immer anhaltenen Nachwirkungen der Terror-Angriffe während der Entwicklung des Spiels in Betracht gezogen wurden, meinte Gerighty: "Es ist das erste Mal, dass mir diese Frage gestellt wird. In keinem der Meetings, die wir im Zuge der Produktion hatten, kam dieses Thema jemals auf."

"Letzten Endes handelt es sich um ein Videospiel, ein Unterhaltungsprodukt. Es gibt keine besondere politische Aussage, die damit verknüpft ist", erklärt Gerighty später, als Fragen zum Themenhintergrund von The Division aufkamen. Darunter auch, wie sich die Seuche verbreitet (kontaminiertes Geld) und wie Zivilisten von Friedenswächtern umgebracht werden.

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Erste Bilder zu Tom Clancy's The Division

Auch wenn ein so empfindliches Thema wie der mögliche Hintergrund eines Terroranschlags kein Tabu-Thema sein darf, so zeigt sich Ubisoft nicht besonders bemüht, dieses spezielle Thema mit dem nötigen Feingefühl oder der entsprechenden Pietät zu erörtern, die einem immer noch gut in Erinnerung befindlichen Vorfall zustehen würden. Es mag sich "nur um ein Spiel" handeln, aber die Wunden, die es aufreißen könnte, wären nur allzu real.

Erst gestern erregte die Nachricht aufsehen, dass die PC-Fassung von The Division an die Konsolenfassung angeglichen wurde.

Hoffentlich bekommt Ubisoft auch das Problem mit den Schummlern in den Griff, das während der Beta-Phase nur allzu deutlich aufkam.

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Tags: Pressekonferenzen   Science-Fiction   Open World  

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