Virtual Reality: PlayStation 4 stärker als PC, sagt VR-Entwickler

von Micky Auer (29. Februar 2016)

Vor kurzem fand im kalifornischen Hollywood die international besuchte Konferrenz Vision Summit statt. Dabei handelt es sich um eine Fachtagung, auf der ein Erfahrungsaustausch von Entwicklern im Bereich Virtuelle und Augmentierte Realität erfolgt. Richard Marks, einer der Redner, hat im Zuge der Tagung eine vielbeachtete, wenn auch umstrittene These aufgestellt.

Konkret ging es dabei um Sonys PlayStation VR, das im Gegensatz zu den meisten anderen VR-System ausschließlich mit der PlayStation 4 funktionieren soll. Marks behauptet, diese Konzentration auf nur ein System hätte viele Vorteile, wie zum Beispiel die einfachere Handhabung für Konsumenten und Entwickler. Klarerweise bestünden auch Nachteile, wie limitierte Hardware-Spezifikationen, die einem neuen PC nicht das Wasser reichen könnten.

Dennoch findet Marks, dass trotz der schwächeren Basis-Hardware Entwickler deutlich mehr aus der PS4 herausholen könnten, als auf PCs mit ähnlicher beziehungsweise vergleichbarer Hardware. Als Grund dafür gibt er die starke Optimierung des Betriebssystems und der dazugehörigen Komponenten an.

Gerade die fehlende Variabilität der Komponenten findet er ausschlaggebend für den Vorteil des Konsolensystems. Aufgrund dessen, dass diese im Gegensatz zu einem typischen PC-Betriebssystem nicht berücksichtigt werden müssen und somit auch weniger Ressourcen ungenützt bleiben, könnte laut Marks eine Konsole etwa 60 Prozent leistungsfähiger sein als ein ähnlich konfigurierter PC. Der Entwickler stützt seine Aussagen dabei auf die Informationen von Middleware-Anbieten, die Programmierwerkzeuge für Spielehersteller bereitstellen.

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Virtual Reality - Sind Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR die Zukunft des Spielens?

In seinem Vortrag geht Marks auf auf weitere Optimierungsansätze ein. Diese sollen dabei helfen, das VR-Erlebnis auf der PS4 besonders flüssig, zeitgemäß und intensiv zu gestalten. Dahingehend erwähnt er eine bereits bekannt Technik namens Reprojektion, mit deren Unterstützung Spiele mit einer Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde auf PlayStation VR mit 120 Hz ausgegeben werden können. Ein weiteres interessantes Detail dreht sich um di Setup-Box, die mit PlayStation VR ausgeliefert werden soll. Diese übernimmt zum Beispiel sämtliche 3D-Sound-Berechnungen und entlastet somit die Prozessoren der PS4. Außerdem wird das Bild des Spiels parallel auf einem Fernseher oder Monitor ausgegeben. So können zum Beispiel andere das Spielgeschehen verfolgen oder sogar mit VR-Nutzern gemeinsam Mehrspieler-Spiele bestreiten. Trotz dieses beträchtlichen Aufwandes würden die Kapazitäten der PlayStation 4 dadurch nicht reduziert werden.

Wenn Marks recht behält, dürfte das VR-Erlebnis auf Konsole dem auf einem PC in nichts nachstehen, bei richtiger Handhabung der Technik sogar noch besser ausfallen. Welchen Preis ihr als Konsument dafür zu zahlen habt, ist jedoch noch nicht bekannt. Ebensowenig wie ein konkretes Veröffentlichungsdatum von PlayStation VR.

Dahingehend ist die Konkurrenz schon einen Schritt weiter, wenngleich die bislang bekannten Preise nicht gerade Schnäppchencharakter haben. Oculus Rift schlägt zum Beispiel mit knapp 700 Euro zu Buche.

Gleich noch einen drauf legt die Vive von Anbieter HTC. Unter 800 Euro soll es die leistungsstarke VR-Brille voraussichtlich nicht geben.

Tags: Hardware   Virtual Reality  

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