The Division: Keine Mikrotransaktionen

von Micky Auer (01. März 2016)

Im Laufe der vergangenen Jahre sind Mikrotransaktionen in Spielen vermehrt vorgekommen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie zunehmend unbeliebter werden. Teilweise verbaut sich ein Hersteller die Chancen auf Verkaufserfolge sogar damit, weil Spieler besser informiert sind und lieber die Finger von einer Produktion lassen, die zu sehr mit Mikrotransaktionen durchsetzt ist. Umso willkommener dürfte die Ankündung von Ubisoft sein, dass The Division, das ja bereits in einer Woche auf den Markt kommen soll, keine Mikrotransaktionen enthalten soll.

Ursprünglich wollte Ubisoft per Mikrotransaktion höhere Charakter-Level im Spiel anbieten, hat die Idee aber wieder verworfen. Natchai Stappers, Community Manager bei Ubisoft, hat kürzlich über Twitter bestätigt, dass dieses Vorhaben tatsächlich vom Tisch ist. Ebenso wie sämtliche "Pay to Win"-Möglichkeiten.

Was diese Aussage von Stappers etwas verwirrend erscheinen lässt, ist die Ankündigung seitens Ubisoft bezüglich deren DLC-Veröffentlichungsplänen. Darin enthalten sind unter anderem Pakete mit neuen Skins. Es gibt keine feststehende und allgemeingültige Definition, wie sich eine Mikrotransaktion in einem Videospiel charakterisiert. Wann handelt es sich um DLC, wann ist es eine Mikrotransaktion? Die Grenzen sind dahingehend verschwimmend.

Zumindest ist es seitens Ubisoft lobenswert, die Konsumenten nicht absichtlich mit absichtlich langwierigen Spielabläufen zum Kauf über Mikrotransaktionen zu bewegen. Auch sind somit keine Optionen im Spiel ausgespart, bis ihr extra dafür bezahlt habt. So, wie es momentan aussieht, sind Mikrotransaktionen in The Division tatsächlich gänzlich unnötig. Alles, was ihr zusätzlich kaufen könnt, soll rein optional sein und den Spielablauf nicht beeinflussen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass das Thema "Mikrotransaktionen" die Aufmerksamkeit auf ein populäres oder heiß erwartetes Spiel lenkt. Als Entwickler Bungie zum Beispiel verkündet hat, in Destiny Mikrotransaktionen einzuführen, wurde dies seitens der Spieler mit sichtlichem Missfallen aufgenommen. Ähnlich unzufrieden waren die Käufer mit der Entscheidung Ubisofts, optionale Mikrotransaktionen in Assassin's Creed - Unity und Assassin's Creed - Syndicate einzubauen, mit deren Hilfe ihr schneller Fortschritte erzielen könnt.

Es ist ein schmaler Grad zwischen einer Mikrotransaktion und einem DLC. Einigen Spielern macht es nichts aus, für bereits gekaufte Spiele noch zusätzlich Geld auszugeben. Der Großteil erwartet sich jedoch auch einen entsprechenden Gegenwert, wenn sie sich dazu entscheiden, noch mehr in etwas zu investieren, wofür sie bereits 60 bis 70 Euro ausgegeben haben. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Waffen-Skins und ähnliches wird es in The Division geben. Aber es sei nochmal betont, dass diese absolut keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben sollen.

Fest steht: Ubisoft hat in der Vergangenheit kein glückliches Händchen mit seiner DLC-Politik gehabt. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die angekündigten Entscheidungen auf The Division auswirken und was da im Nachhall eventuell noch kommen mag.

The Divison erscheint voraussichtlich am 8. März für PC, PlayStation 4 und Xbox One.

Tags: Open World   Science-Fiction   Multiplayer   Koop-Modus  

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