PlayStation VR: Schwächer als Oculus, dafür bezahlbar

von David Dieckmann (11. März 2016)

Richard Marks, einer der Köpfe hinter Sonys VR-Brille PlayStation VR, erklärt in einem Interview, wo sich die PlayStation-Brille im Vergleich zur Konkurrenz von Oculus und HTC positionieren wird. Zusammengefasst: PlayStation VR soll ein weniger hochwertiges, dafür aber günstigeres VR-Erlebnis werden.

In einem Interview mit der englischsprachigen Seite Polygon spricht Marks über die bisherige Entstehungsgeschichte von PlayStation VR. Doch auch vor Vergleichen mit den beiden Hauptkonkurrenten Oculus Rift und HTC Vive - beide vornehmlich für PCs entwickelt - scheut er sich nicht.

"Wenn man nur über Oberklasse-Qualität spricht, ja, dann gebe ich zu, dass Oculus das bessere VR haben könnte. Nichtsdestotrotz braucht es einen sehr teuren und sehr schnellen PC", so Marks. Weiterhin führt er aus: "Der größte Vorteil für Sony ist es, dass unsere Headsets mit der PS4 funktionieren. Es ist mehr für den alltäglichen Gebrauch gemacht, also muss es einfach zu nutzen und erschwinglich sein. Das hier ist nicht für jemanden, der einen Oberklasse-PC nutzt. Das hier ist für den Massenmarkt."

Marks Aussagen klingen für VR-Freunde vorerst interessant. Einen Preis und ein Veröffentlichungsdatum plaudert Marks zum Leidwesen selbiger aber noch nicht aus. Zum Vergleich: Die Oculus Rift wird in Deutschland etwa 700 Euro kosten, die HTC Vive schlägt mit rund 900 Euro zu Buche. Beide Brillen setzen zudem einen leistungsfähigen Rechner voraus - mit starkem Prozessor, mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Grafikkarte, die sich im Preissegment um 500 Euro befindet.

Nun bleibt die Frage zurück, ob Richard Marks das Wort "erschwinglich" lediglich darauf bezieht, dass eine PS4 deutlich günstiger ist, als ein solcher Rechner. Oder, ob die PlayStation VR tatsächlich deutlich günstiger sein wird, als die teuren PC-Modelle.

Doch selbst in letzterem Fall sollte klar sein, dass die Möglichkeiten der PlayStation VR limitierter sein dürften, als die der Konkurrenten. Man bedenke die bereits aktuell erhältliche Vielfalt an VR-Spielen von Hobby-Entwicklern, die Besitzer früher Versionen von Oculus und Co. bereits rauf und runter zocken dürfen. Außerdem setzen Analysten gerade wegen den Möglichkeiten in der Erotik-Industrie auf den Erfolg von VR - ein Faktor, der auf der Sony-Konsole nur stark limitiert möglich sein bis ganz wegfallen dürfte.

Was haltet ihr von Sonys VR-Plänen? Würdet ihr euch eine kostengünstige PlayStation VR holen, auch wenn ihr damit deutlich weniger Möglichkeiten habt, als mit der Konkurrenz? Plant ihr sowieso, mit Oculus oder Vive auf's Ganze zu gehen? Oder sind die aktuellen Modelle ohnehin keine Option für euch? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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Tags: Virtual Reality   Rumor  

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