Microsoft: "PC-Spieler wollen keine Xbox One, aber das ist in Ordnung"

von Micky Auer (14. März 2016)

Phil Spencer, Leiter der Sparte "Unterhaltungsprodukte" bei Hersteller Microsoft, hat vor kurzem in einem Interview mit der englischsprachigen Seite Polygon eine klare Aussage zum Thema "PC Masterrace" gemacht. Genauer gesagt geht es um das brachliegende Marktpotenzial, das Spencer aber nicht erobern möchte.

"Sagen wir, du unterhältst dich mit jemandem, der ein reiner PC-Spieler ist. Diese Person spielt exklusiv auf PC, liebt Steam, verfügt über einen starken Gamer-PC. Warum sollte ich, wenn ich diese Person wäre, mir eine Xbox One kaufen wollen? Was wäre ein Grund für mich, mir eine Xbox One zuzulegen?", lautet die Frage seitens Polygon an Spencer während einer Veranstaltung von Microsoft. Die Frage entstand im Nachgang auf die Diskussion, warum urpsrünglich Xbox-exklusive Spiele wie Quantum Break oder die Forza-Reihe nun doch noch den Weg auf den PC finden.

Spencer soll sich ganze zehn Sekunden Zeit gelassen haben, bevor er wie folgt auf die Frage geantwortet hat: "Du würdest keinen Grund finden. Und ich, für meinen Teil, würde auch gar nicht versuchen, dich dazu zu überreden. Tatsächlich wurde ich von jemandem gefragt, ob wir Forza Motorsport 6 gemacht hätten, um PC-Spieler davon zu überzeugen, wie gut Forza ist, damit sie sich eine Xbox One zulegen. Nein, so lautet unser Plan nicht."

Außerdem gibt Spencer zu Protokoll: "Nein, sie (PC-Spieler) würden sich vermutlich keine Xbox One kaufen. Und ich finde, das ist in Ordnung."

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Die Xbox One: Hardware, Zubehör, Spiele

Er fügte jedoch noch schnell hinzu, dass es dennoch ausreichend gute Gründe für PC-Spieler gäbe, warum sie vielleicht doch eine Xbox One wollen könnten. Als Hauptargument führte er dabei die unterschiedliche Spielerfahrung an, die auf Konsole möglich wäre.

"Ich denke, auf einer Konsole an meinem Fernseher zu spielen hat etwas Einzigartiges. Ein paar Meter weit entfernt mit einem Controller in meiner Hand, du und ich, wie wir nebeneinander auf der Couch sitzen und entweder gegeneinander oder miteinander spielen - das ist etwas ganz anderes, als unmittelbar vor dem PC zu sitzen und mit Tastatur und Maus, oder meinetwegen auch mit einem Controller zu agieren", rundet Spencer seine Aussage ab.

Klarerweise ist es auch seine Aufgabe, das Produkt, das er vermarkten soll, auf die bestmögliche Weise zu präsentieren. So ergänzt er: "Wir werden die bestmögliche Konsolenerfahrung bieten, zu der wir in der Lage sind. Wenn du dich dazu entscheidest, einen PC und eine Xbox One haben zu wollen, wird der Umstand, dass Microsoft auf beiden Plattformen höchst präsent ist, dein Leben verbessern."

Danach folgt eine Aufzählung von Stichpunkten, wie plattformübergreifende Speicherstände und Profile auf Xbox Live, sowie potenzielle Vorteile aufgrund des Umstandes, dass Microsoft beide Systeme beliefert. Laut Spencer wäre Microsofts einzigartige Position auf dem Markt dazu in der Lage, die Grenzen zwischen PC und Konsole verschwimmen zu lassen.

Abschließend fügt Spencer hinzu: "Wenn man sich Spiele für PC und Xbox One kauft, hat man aufgrund dieser Konstellation nicht das Gefühl, als würde man mit isolierten Bereichen hantieren, die nicht verstehen, welche Spiele du besitzt oder wie weit du darin fortgeschritten bist. Stattdessen steht der Spieler im Mittelpunkt des Geschehens und wir sorgen dafür, dass die beiden Plattformen rund um ihn herum angelegt werden."

Das erwähnte Quantum Break ist eines der ersten Spiele, das diese Multiplattform-Philosophie transportiert. Mehr zu dem multimedialen Ereignis erfahrt ihr in der Vorschau: "Quantum Break - Das neue Max Payne ist endlich spielbar" von Onkel Jo.

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Tags: Pressekonferenzen   Hardware  

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