Sony antwortet auf Microsofts "Cross Play"-Pläne

von Micky Auer (17. März 2016)

Microsoft hat kürzlich verlautbart, dass das Unternehmen anstrebt, in Zukunft plattformübergreifendes Spielen zwischen Xbox One, PC, PlayStation 4 und Wii U (und vermutlich entsprechend noch nicht veröffentlichte Konsolen) für bestimmte Spiele anzubieten. (Wir berichteten gestern darüber.)

Im Zuge dessen lädt Microsoft öffentlich andere Firmen und Entwickler dazu ein, darüber nachzudenken, ihre jeweiligen Plattformen mit Xbox Live zu vernetzen. Als erstes meldet sich nun Konkurrent Sony zu Wort, wie die englischsprachige Seite Gamespot berichtet. Die Antwort fällt erwartungsgemäß weder zustimmend noch ablehnend aus, jedoch vermittelt sie Offenheit für die Idee und lautet wie folgt:

"Die Marke PlayStation unterstützt plattformübergreifendes Spielen mit dem PC mit mehreren Software-Produktionen, beginnend mit Final Fantasy 11 von 2002, das im Zusammenspiel von PlayStation 2 und PC funktionierte. Es wäre uns eine Freude, mit Herstellern und Entwicklern in den Dialog zu treten, die an plattformübergreifenden Spielen interessiert sind."

Die etwas ausweichend und indirekt, wenngleich auch etwas zuversichtlich wirkende Aussage war zu erwarten und sollte niemanden überraschen, der die vage "Diplomatie" von großen Firmen kennt. Es liegt selbstverständlich in Sonys bestem Interesse, in einer unklaren, jedoch stets höflich gehaltenen Form zu antworten. Eine so wichtige Entscheidung wird auch nicht über Nacht getroffen. Die Firma wird Zeit brauchen, um alle Optionen zu überprüfen. Nicht zu vergessen ist auch der Umstand, dass Sonys PlayStation 4 zurzeit den Markt dominiert. Daher steht der japanische Konzern unter keinerlei Zugzwang, sein eigenes PlayStation Network (kurz: PSN) an Xbox Live zu knüpfen.

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Sollte Sony sich jedoch dazu entscheiden, die Mauern zwischen seinem Netzwerk und dem von Microsoft einzureißen, wird das zwar vordergründig die Spieler auf der ganzen Welt freuen, dahinter steht jedoch eine betriebswirtschaftliche Überlegung. Ist das Unterfangen lukrativ? Lohnt es sich? Sonys Entscheidung, die Online-Dienste mit Einführung der PS4 kostenpflichtig zu machen, war auf jeden Fall profitabel. Steht dann vielleicht auch ein Bezahlmodell für plattformübergreifendes Spielen an?

Und letztendlich bleibt dann noch die Frage offen, wie sich ein solches System auf konsolenexklusive Spiele auswirken könnte. Vermutlich bleiben sie nach wie vor relevant, um der einen oder anderen Hardware mehr Zugkraft zu verleihen. Aber hier bewegen wir uns bereits im Bereich der Spekulationen, denn noch ist dahingehend nichts entschieden.

Sonys nächster großer Wurf soll Uncharted 4 - A Thief's End von Naughty Dog werden. Der umfangreiche Mehrspielermodus bleibt auf jeden Fall vorerst exklusiv PlayStation-Spielern vorbehalten.

Microsoft hingegen setzt mit Quantum Break auf eine Verschmelzung interaktiver Unterhaltung mit dem Medium Film. Und zwar auf eine neue Weise, wie es Onkel Jo bereits persönlich ausprobieren konnte. Seine Eindrücke findet ihr in der Vorschau: "Quantum Break - Das neue Max Payne ist endlich spielbar"

Tags: Hardware   Multiplayer   Koop-Modus   Online-Zwang  

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