Wer ist eigentlich? #147: Adam Crowley

von Frank Bartsch (10. April 2016)

Adam Crowley möchte die Welt in Finsternis tauchen. Weshalb der Wahnsinnige überhaupt auf die Idee kommt, die Pforten zur Hölle zu öffnen, erfahrt ihr hier.

Crowley erblickt im Jahr 1635 in London das Licht der Welt. Sein Vater, Aloysius Crowley, ist Schiffseigner und schafft fleißig Sklaven nach Europa. Nur durch den Sklavenhandel kann sich die Familie Crowley ein gutes Leben leisten und der junge Crowley Medizin studieren.

Doch Crowley sieht bereits als Junge die Qualen und das Leiden der Sklaven, was ihn sein Leben lang prägen soll.

Bald schon entwickelt er eine Neugier, die für damalige Verhältnisse gefährlich ist. Gemeinsam mit seinem Mentor, Professor Anthony MacLeister, führt Crowley während seines Studiums gefährliche Experimente durch.

Die beiden schneiden Körper auf, entfernen Organe und transplantieren sie neu und sezieren Föten – egal ob das „Versuchskaninchen“ tot oder lebendig ist. Doch diese Perversität bleibt unentdeckt. Crowley erhält sein Diplom in der Medizin zum zwanzigsten Geburtstag. Die Feier anlässlich der Urkundenverleihung ist ausgelassen. Neben Crowleys Mentor, MacLeister, sind auch die Eltern des jungen Mediziners anwesend.

Bald wird die Feier unterbrochen, als Aloysius Crowley einen epileptischen Anfall erleidet. MacLeister versucht den Mann zu beruhigen und bringt ihn in sein Arbeitszimmer. Doch der epileptische Anfall ist für Adam Crowleys älteren Vater so heftig, dass er noch am selben Abend an den Folgen verstirbt.

Crowley betritt die Szene und sieht den sterbenden Vater auf MacLeisters Behandlungstisch. Etwas zerbricht in dem jungen Mann. Er glaubt fortan, dass Leid nur dadurch aus der Welt geschafft werden könnte, wenn auch der Tod nicht mehr existiert. Und er, Adam Crowley, würde den Tod vom Angesicht der Erde tilgen. Gleichzeitig würde das aber auch bedeuten, die Welt von allem Vergänglichen, ja Sterblichen zu befreien.

Es entsteht eine hitzige Debatte zwischen den Medizinern. MacLeister glaubt, dass sein einstiger Schüler durchgedreht sei. Bald schon kommt es zum Handgemenge in Folge dessen Crowley seinen einstigen Mentor ersticht. Dieser Mord wird nie aufgeklärt und Crowley kommt ungeschoren davon. Er nimmt sogar MacLeisters Position ein.

Mit seiner Forschung, die stets dem Ziel dient, den Tod zu besiegen, macht sich Crowley bald einen Namen.

Bald auch nimmt eine Bruderschaft, genannt „Die Wächter“ Kontakt zu Crowley auf. Der Wahnsinnige und die Bruderschaft ergänzen sich perfekt. Die Wächter sind eine okkulte Vereinigung, die sich mit geheimen Ritualen und Magie auseinandersetzt.

Crowley reagiert fasziniert und liest sich durch die Archive dieser Organisation. Bald schon stößt er auf eine böse Macht, die nur dazu dient die Erde von der Menschheit zu befreien. In Crowleys krankem Hirn schließt sich damit der Kreis. Denn ohne Menschen gäbe es auch kein Sterben und kein Leid. Es formt sich ein diabolischer Gedanke.

Crowleys Plan ist einfach: Er möchte die Kontrolle über solch eine zerstörerische Macht erlangen und damit die Welt in Schutt und Asche legen.

Da kommt die große Londoner Pest von 1665 gerade recht. Denn die bösen Mächte fühlen sich von solchen Katastrophen angezogen. Die Wächter, die trotz ihrer fragwürdigen Rituale stets gute Absichten haben, versuchen die böse Macht durch verschiedene Riten vom Eindringen in die Welt der Menschen abzuhalten.

Aber Crowley möchte genau das Gegenteil erreichen. Der Verrückte ist bei einer Zeremonie der Wächter anwesend und ändert den Ablauf zum Entsetzen der Bruderschaft. Es gelingt Crowley sogar die böse Macht zu berühren und zu küssen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Die Verbindung zu der destruktiven Kraft geht verloren. Die Wächter können Crowley ein geheimes Buch abnehmen, welche es ihm überhaupt erst ermöglicht, Kontakt zu den Dämonen aufzunehmen. Gleichzeitig greift eine weitere Macht in das Geschehen ein.

Die Ordo Malleus Maleficarum, eine geheime und militante Gruppierung der Inquisition, greift die Wächter während des Ritus an. Bei dieser Auseinandersetzung geht einiges zu Bruch und es bricht ein heftiges Feuer aus.

Crowley, der durch das Ritual das Bewusstsein verlor, erwacht als sein Körper in Flammen steht. Panisch rennt er los, springt aus einem Fenster und in die Themse. Er schleppt sich in die Londoner Kanalisation.

Im Untergrund verbringt er sein weiteres Leben, das er unnatürlich verlängern kann. Erneut startet Crowley verschiedene Experimente. Ihm stehen dabei Obdachlose und auch Kranke als „Biomasse“ zur Verfügung.

Negativer Nebeneffekt seiner Methoden, die Medizin und Okkultismus vereinen, ist, dass Crowley immer gruseliger aussieht. Er mergelt aus und seine Haut wird immer durchscheinender.

Crowley nutzt seine verlängerte Lebenszeit und sammelt stets weiteres Wissen über Okkultismus und Magie. Es dauert knapp 130 Jahre, bis er wieder näher an seinem Ziel, der Zerstörung der Menschheit durch die Finsternis, ist.

Dann erfährt er, dass das geheime, diabolische Buch, welches damals dazu führte, dass er die böse Macht berühren konnte, nicht den Flammen zum Opfer fiel und mittlerweile dem Okkultisten John Franciscus gehört.

Crowley ist natürlich verrückt nach diesen Informationen. Also ermordet er Franciscus, stiehlt das Buch und beginnt direkt damit, dämonische Kreaturen zu beschwören, die ihm als Handlanger dienen.

Bald schon machen die Ordo Malleus Maleficarum, in Form des letzten Überlebenden dieses Ordens, Ignatius Blackward, und die Tochter des ermordeten John Francisus, Jagd auf die Monster und ihren Herrn, Crowley.

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Wer ist eigentlich Adam Crowley?

Erster Auftritt:

Besondere Merkmale:

  • verlängert sein Leben auf unnatürliche Weise
  • kann dämonische Mächte heraufbeschwören
  • möchte die Welt zerstören
  • führt perverse Experimente durch

Weitere Auftritte

  • in der, in Deutschland, indizierten Fortsetzung

So viel zu Adam Crowley. Nächste Woche geht es bei Wer ist eigentlich? mit einem anderen Charakter weiter. Wer es wohl dieses Mal sein wird?

Falls ihr es verpasst habt, dann schaut euch hier die letzten Ausgaben von "Wer ist eigentlich?" an:

Tags: Retro   Horror   Singleplayer   Indizierung   Wer ist eigentlich  

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