Ein fragwürdiger Jahrestag: Die Pferderüstung aus Oblivion wird 10 Jahre alt

von Daniel Kirschey (04. April 2016)

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an den Beginn der Zeit der "Downloadable Content" - kurz DLC. Einer der Vorreiter dieser kleinen Erweiterungshäppchen war Bethesda. Heute steht der Entwickler und Hersteller eher für gelungene Erweiterungen im Download-Format, wie ihr an Spielen wie The Elder Scrolls 5 - Skyrim, Fallout 3 oder Fallout 4 erkennt. Doch der nordamerikanische Hersteller definierte vor 10 Jahren das, was heute allgemeinhin als "schlechter DLC" oder Mirkotransaktion bezeichnet wird: nämlich mit einer Pferderüstung für circa 2 Euro für das Spiel The Elder Scrolls 4 - Oblivion.

Vor genau 10 Jahren erschuf Bethesda nicht nur die berüchtigte Pferderüstung, sondern auch eine Diskussion, die sich bis heute anhält: Was sind gute herunterladbare Inhalte und was schlechte? Ein rein kosmetischer DLC, der keine Spielmechanik bietet, gehört für einige durchaus zu Letzterem - gerade dann, wenn der Preis völlig überzogen ist. Auf der Xbox 360 will Bethesda 200 Microsoft-Punkte (umgerechnet etwa 2,50 Euro) und für den PC knapp 2 Euro haben. Für viele ist das heute Spiele-Alltag. Damals war die Aufregung groß. Viele Spieler waren sogenannte Add-Ons gewöhnt, die meist noch auf einer extra Disc im Laden verkauft wurden und nicht nur ein paar wenige neue Inhalte brachten, sondern große Erweiterungen boten. Echtzeitstrategiespiele bekamen neue Völker, Einheiten und neue Kampagnenmissionen, Rollenspiele stundenlangen neuen Spielspaß.

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Modifikationen in Oblivion

Auch heute bekommt ihr dies noch über einige DLCs; andere gehen jedoch noch immer den Weg, den Bethesda damals exemplarisch gegangen ist. Electronic Arts und Ubisoft bauen sogenannte Mikrotransaktionen in Vollpreisspiele ein, die Spielern, die ihr Geld dafür berappen, neue Waffen, neue Kostüme oder anderes bringen. Immer noch kritisieren deshalb Spieler und Spiele-Redakteure Hersteller dafür, große Aufregung sucht ihr jedoch vergebens. Die meisten Spieler haben dieses Handeln "geschluckt". Umso interessanter ist dies, wenn ihr euch alte Berichte zur Pferderüstung von Oblivion zu Gemüte führt - als Novum dieser Art, war Unmut von Spielern und Spiele-Kritikern ungmein größer, wie etwa ein Bericht des englischsprachigen Magazins Engadget zeigt.

Die Pferderüstung von Oblivion und die heutigen Mikrotransaktionen, wie sie beispielsweise von Electronic Arts und Ubisoft gepflegt werden, zeigt auch, dass ohne das Ziehen von Konsequenzen auf Seiten der Spieler, die Hersteller fast alles ausprobieren werden, um Profit zu machen und dazu gehören nunmal auch Dinge, die das Spielerlebnis negativ beeinflussen können.

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Tags: Fantasy   Open World   DLC  

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