Counter-Strike GO: Spieler zahlen 53.000 Dollar für Aprilscherz

von Micky Auer (05. April 2016)

Dass ihr am 1. April Nachrichten und aktuelle Meldungen mit Vorsicht genießen solltet, ist eigentlich weithin bekannt. Dennoch hat ein Aprilscherz auf Youtube dazu geführt, dass viele Spieler von Counter-Strike - Global Offensive jede Menge Geld ausgegeben haben. Aber wofür?

Es ging in dem Video von Youtube-Nutzer McSkillet darum, dass Spieler zehn Tarn-Skins gegen ein zufällig gewähltes Spiel-Messer eintauschen könnten. Das mag auf den ersten Blick nicht sonderlich bemerkenswert sein, jedoch handelt es sich dabei augenscheinlich um eine guten Tausch. Der Grund dafür: in CS-GO gibt es im Spiel einen "Store", in dem die Spieler Skins für Echtgeld erwerben können. Die Tarn-Skins kosten dabei um die drei US-Dollar (rund 2,60 Euro). Messer hingegen kosten mindestens 40 Dollar (etwa 35 Euro). Daher ist zum Beispiel der Kauf von zehn Tarn-Skins für jeweils drei Dollar im Tausch mit teureren Messern für viele Spieler äußerst attraktiv. Dementsprechend sind auch viele Käufer diesem Streich auf den Leim gegangen. Hier das fragliche Video:

(Quelle: Youtube, McSkillet)

Ein Reddit-User namens "thesado" hat die Verkaufsbewegungen, als der Streich in vollem Gange war, verfolgt und hochgerechnet. Innerhalb von fünf Stunden sind die Preise für Skins teilweise um das Zehnfache gestiegen. Laut thesado haben dabei Spieler über 53.000 Dollar (über 46.500 Euro) in ihre Käufe investiert. Eine genau Verkaufsanalyse hat er tabellarisch zusammengefasst und öffentlich präsentiert. Hier könnt ihr sie direkt einsehen.

thesado schätzt, dass Spieler im Durchschnitt 15 Dollar investiert haben. Wenn die Schätzung stimmt, erhält Valve als Vertriebsplattform 15 % des Erlöses, also rund 8.000 Dollar (cirka 7.000 Euro). Und das alles, weil sich jemand einen Scherz erlaubt hat.

Weitere Auswirkungen, außer einem zeitlich begrenzten Preisanstieg für bestimmte Spielgegenstände, hat der Aprilscherz auf das Spiel vermutlich nicht. Das von den Spielern investierte Geld ist auch nicht zur Gänze verschwunden, sie können die gekauften Spielgegenstände entweder wiederverkaufen oder eintauschen. So können sie auch ihre Verluste minimieren. Dennoch: So schnell kann ein Aprilscherz echtes Geld kosten.

Weitaus weniger verlustintensiv, dafür aber umso lustiger und kreativer haben sich viele Firmen in der Videospielbrachen auch dieses Jahr wieder am 1. April ausgetobt. Die besten Aprilscherze findet ihr im Blickpunkt: "Aprilscherze 2016: Darüber lacht die Zocker-Welt am 1.April"

Die Aprilscherze der Industrie haben schon Tradition. Hier findet ihr noch weitere davon:

Tags: Fun   Online-Zwang   Multiplayer   Video  

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