Deutscher Computerspielpreis 2016 - Das sind die Gewinner

von Sören Wetterau (08. April 2016)

Quelle: Gisele Schober/Getty ImagesQuelle: Gisele Schober/Getty Images

Gestern Abend, am 7. April 2016, fand in der Münchner BMW Welt die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises statt. Insgesamt wurden 470.000 Euro Preisgeld in 14 Kategorien vergeben.

Als bestes deutsches Spiel wurde Anno 2205 von Ubisoft und Bluebyte ausgezeichnet und erhielt dafür 100.000 Euro Preisgeld. Die Jury begründete den Sieg damit, dass Anno 2205 mit "durchdachtem Gamedesign und neuen Ideen überzeugt und mit seinem Mix aus Zugänglichkeit und Komplexität eines der besten Spiele des Genres ist".

Der eigentliche Gewinner des Abends war jedoch The Witcher 3 - Wild Hunt vom polnischen Entwickler CD Projekt Red. Das Rollenspiel konnte gleich in drei Kategorien abräumen: Bestes internationales Spiel, Beste internationale neue Spielwelt und Publikumspreis. Alle drei Preise sind jedoch undotiert. Der Sieger des Publikumspreis wird durch eine zuvor im Internet erfolgte Abstimmung unter Spielern bestimmt.

Die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2016. Bildquelle: Gisela Schober/Getty ImagesDie Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2016. Bildquelle: Gisela Schober/Getty Images

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro):

  • Anno 2205

Bestes Nachwuchskonzept (dotiert mit 75.000 Euro, 1. Platz 40.000 Euro, 2. Platz 25.000 Euro, 3. Platz 10.000 Euro):

"Jurybegründung: Mit Cubiverse verdreht das Studenten-Team Ludamus gängige Puzzlekonventionen und lässt Spieler neuartig um die Ecke denken. Das Konzept zeugt von hohem Qualitätsbewusstsein und legt Wert auf Benutzerfreundlichkeit."

Bestes Kinderspiel (dotiert mit 60.000 Euro - erstmals zwei Gewinner, die je 30.000 Euro erhalten):

"Jurybegründung: Fiete Choice ist ein Rätsel- und Denkspiel für die Jüngsten, das durch seine kindgerechte Gestaltung und sein altersgerechtes Gameplay überzeugt. Fiete Choice bietet Vorschulkindern einen guten und sinnvollen Einstieg in die Welt der Spiele.

Shift Happens ist ein Jump'n'Run, das durch sein durchdachtes kooperatives Rätseldesign und eine ansprechende Gestaltung überzeugt. Gemeinsam die Herausforderungen zu meistern, motiviert auch zum gemeinsamen Spielen in der Familie."

Bestes Jugendspiel (dotiert mit 60.000 Euro):

"Jurybegründung: One Button Travel ist ein liebevoll gestaltetes Text-Adventure mit einem spannenden und zuweilen nachdenklich stimmenden Messenger-Austausch mit einem Zeitreisenden aus der Zukunft."

Beste Innovation (dotiert mit 35.000 Euro):

"Jurybegründung: The Climb ist eine hervorragende VR-Klettersimulation mit atemberaubender Grafik und der Beweis, dass Technologie „made in Germany“ international wettbewerbsfähig ist."

Beste Inszenierung (dotiert mit 35.000 Euro):

"Jurybegründung: Typoman ist ein hervorragend inszeniertes Rätsel-Jump’n‘Run, das zeigt, dass deutsche Spiele internationales Niveau haben. Die cleveren Buchstabenrätsel ziehen schnell in ihren Bann."

Bestes Serious Game (dotiert mit 35.000 Euro):

"Jurybegründung: Gamification in der Bildung – Professor S. ist eine unterhaltsame Mischung aus Spiel und Realwelt zur Förderung und Motivation von Kindern im Grundschulunterricht. Die notwendigen Lösungsbausteine werden durch Aufgaben des täglichen Unterrichts erstellt, die in die Plattform zurückgespeist werden."

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 35.000 Euro):

"Jurybegründung: Path of War verlässt ausgetretene Genre-Pfade und fügt dem Genre mutige Neuerungen hinzu. Ein technisch ausgereiftes, international erfolgreiches und innovatives Free-to-Play-Strategiespiel."

Bestes Gamedesign (dotiert mit 35.000 Euro):

  • Shift Happens

"Jurybegründung: Charmant präsentiert und mit Spielspaß-Garantie: Shift Happens ist ein kniffliges Puzzle-Jump’n‘Run für zwei Spieler. Nur wer zusammenarbeitet, gewinnt!"

Bestes Internationales Spiel (undotiert):

  • The Witcher 3 - Wild Hunt

"Jurybegründung: The Witcher 3: Wild Hunt eröffnet den Spielern eine rohe und geheimnisvolle Welt, die bevölkert wird von vielschichtigen Charakteren. Gut und Böse ist hier selten eindeutig. Vielmehr wird der Spieler oftmals vor Entscheidungen gestellt, die direkten Einfluss auf die Handlung und damit auf das individuelle Spielerlebnis haben."

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert):

"Jurybegründung: Splatoon ist ein riesiger Spaß für die ganze Familie, bei dem zwar geschossen wird – dies aber völlig friedlich und bloß mit Farbe! Nintendo stellt mit diesem Spiel das Shooter-Genre auf den Kopf und kann auch Spieleveteranen mit dem originellen Konzept überzeugen."

Beste Internationale neue Spielwelt (undotiert):

  • The Witcher 3 - Wild Hunt

"Jurybegründung: The Witcher 3: Wild Hunt ist die stimmungsvolle und überaus packende Fortsetzung der erfolgreichen Witcher-Reihe. Ein Muss für alle Rollenspiel-Fans!"

Sonderpreis der Jury (undotiert):

  • Indie Arena Booth

"Jurybegründung: Mit der Indie Arena Booth auf der gamescom haben die Macher einen Gemeinschaftsstand ins Leben gerufen, der aufstrebenden Indie-Entwicklern eine öffentlichkeitswirksame Plattform zur Präsentation ihrer Produkte bietet und bei Besuchern der Messe durch die unmittelbare Nähe zu den Entwicklern viel Zuspruch fand."

Publikumspreis (undotiert):

  • The Witcher 3 - Wild Hunt

Der Deutsche Computerspielpreis wird von den Branchenverbänden BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) und GAME sowie dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgetragen. Die Jury besteht dabei aus Journalisten, Branchenvertretern und Persönlichkeiten aus Fersehen, Politik und Wissenschaft, die "spielebegeistert" sind.

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Tags: Pressekonferenzen   Politik  

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