Quantum Break: PC-Fassung auf desaströsem technischen Niveau

von Julian Städing (11. April 2016)

Quantum Break, der neuste Shooter-Streich aus dem Hause Remedy, hat das Genre zwar nicht revolutioniert, aber sorgt laut unserem Test doch für eine Menge Spaß – zumindest auf der Xbox One. Die ebenfalls verfügbare PC-Fassung nämlich scheint sich, laut einer Analyse von Digital Foundry auf Eurogamer.net, in einem nahezu unspielbaren Zustand zu befinden. Selbst auf hochwertigen Rechnern mit modernster Hardware soll sich Quantum Break nicht ansprechend darstellen lassen. Zudem scheint die Funktionalität des Spiels eingeschränkt, was an der neuen Laufzeitumgebung UWP (Universal Windows Platform) von Microsoft liegen könnte.

Was sind die Probleme der PC-Version?

Für besonders viel Ärger scheint der Punkt Bildschirmauflösung zu sorgen: Laut der technischen Analyse gibt es noch arge Probleme bei der Abbildung von konstanten Bildraten – selbst auf leistungsstarken PCs. Somit sei auch eine störungsfreie Darstellung nicht möglich. Auf 60Hz-Bildschirmen ergeben sich zwar höhere Bildraten, aber dennoch keine saubere Bildausgabe ohne störendes Ruckeln. Auch die alternative Auswahl von 30fps macht das Ganze nicht besser: Hier soll sich das Problem von sogenanntem "Screentearing" ergeben. Screnntearing bezeichnet den Vorgang des "Einzelbild-Zerreißens" und sorgt dafür, dass der Betrachter mehrere Teile aufeinanderfolgender Einzelbilder zur selben Zeit wahrnimmt – die Bilder wirken dementsprechend "zerrissen".

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Quantum Break - Das neue Spiel von Remedy, den Machern von Max Payne und Alan Wake

Auch die Auflösung der PC-Version von Quantum Break soll für Frust sorgen: Aufgrund Remedys spezieller Ausgabetechnik, kann kein 1080p Bild zu Stande kommen. Die Wiedergabe könne lediglich ein "rekonstruiertes" 720p-Bild wiedergeben – an einem hochauflösenden PC-Monitor entstehen dadurch leider nur verschwommene Details. Ein weiteres Ärgernis stellen die Laufzeitumgebung UWP (Universal Windwos Platform) sowie gewöhnliche Festplatten dar. In Quantum Break wird die Spielwelt nämlich permanent in einen Speicher geladen, damit es beim Erkunden keine ausschweifenden Ladezeiten gibt. Mit herkömmlichen Festplatten scheint dieser Vorgang aber störend zu kollidieren – eine ruckelfreie Ausführung soll nur über die Installation von SSD-Festplatten unter den PCs zu realisieren sein. Das Warten auf UWP-Updates führt zur einer Ausweitung der Probleme, da alternative Programme für Grafikkarten nicht genutzt werden können.

Darüber hinaus hält die PC-Version keine grafischen Verbesserungen im Vergleich zum "Xbox One"-Ableger bereit – trotz technisch besserer Voraussetzungen. Laut Digital Foundry werden PC-Spieler zudem mit nervigen Spiel-Abstürzen konfrontiert. Das ganze technische Debakel sei wohl auf massiven Zeitmangel für die Entwicklerfirma Remedy zurückzuführen: Ein Indikator dafür ist die Tatsache, dass der Beenden-Knopf im Hauptmenü des Spiels fehlt. Quantum Break lasse sich nur direkt über Alt+F4 schließen.

Das hört sich alles andere als gut an. Was sagt ihr zu dem aktuellen Zusaten der PC-Fassung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Tags: Hardware   Singleplayer  

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