Sherlock Holmes - The Devil's Daughter: Vorab angespielt und auf Grusel- und Rätsel-Tauglichkeit geprüft

von Joachim Hesse (14. April 2016)

Sherlock hängt verkatert auf dem Sofa, Watson sieht aus wie Schauspieler Jude Law und der erste Werbefilm wirkt wie eine Forsetzung von Silent Hill. Was ist da los bei Sherlock Holmes - The Devil's Daughter?

Yevheniia Sydorenko von Entwickler Frogwares hat die spieletipps-Redaktion mit der spielbaren Version des neuen Abenteuers im Gepäck besucht. Wir durften selbst Hand anlegen, auch schon an die deutsch synchronisierte Fassung. Doch bitte seht euch zunächst einmal den Ankündigungsfilm an, damit wir auf dem selben Wissenstand sind:

Gruselig und wirklich hübsch, oder? Irgendwie so gar nicht, was ihr von den durchwachsenen vorherigen Einsätzen des Meisterdetektivs gewohnt seid, oder? Vor allem liegt das daran, dass Frogwares offenbar die verwendete Unreal Engine immer besser in den Griff bekommt. "Wir haben das Rendering und die Shader verbessert und erschaffen so eine realistischere Umgebung", erklärt Grafikerin Sydorerenko die augenscheinliche Veränderung.

Auch Sherlock und Watson wirken anders. Jünger. So als hätten die Entwickler "ein bisschen" auf die Serie mit Benedict Cumberbatch und die Kinofilme mit Robert Downey Jr. geschielt. Aber das ist ja nichts Verwerfliches. Mit ein paar Geschicklichkeitseinlagen und Knopfdrück-Spielen unter Zeitdruck versuchen die Ukrainer ihrer Knobelserie weiteren frischen Wind zuzufächern. Der Rest bleibt in Bezug auf den Spielablauf jedoch beim Alten.

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Eindrücke aus Sherlock Holmes - The Devil's Daughter

Eure Schaltzentrale in Baker Street 221 B sieht zum Beispiel nahezu genauso aus wie im direkten Vorgänger Sherlock Holmes - Crimes and Punishments. Nur flog da keine tickende Zeitbombe nachts durch die Fensterscheibe. "Mr. Holmes, ist alles in Ordnung?", fragt die treue Haushälterin Mrs. Hudson noch, während ihr schon die hoffentlich passenden Drähte kappt.

Erneut löst ihr in dem spröden Detektiv-Adventure Mordfälle in mehreren Episoden. Fünf eigenständige Gewalttaten (ohne Bezug zu den Romanen) gilt es aufzuklären, je drei bis vier Stunden Spieldauer erwarten euch. Als Rahmenhandlung trifft Sherlock auf das Mädchen Katelyn, die Tochter seines großen Widersachers Professor Moriarty. Das ist übrigens kein sogenannter Spoiler, denn die junge Dame taucht bereits in Das Testament des Sherlock Holmes auf.

Ihr kombiniert erneut Hinweise zu einem Gesamtkonstrukt und löst es am Ende eines Falls. Dabei kann Sherlock auch daneben liegen. Ein wenig enttäuschend ist, dass die Entwickler wieder wenig Wert auf Details abseits der Haupthandlung legen. Wer in Scotland Yard etwa einen Polizisten anspricht, erntet wie im Vorgänger "Crimes and Punishments" nur ein stoisches "Mr. Holmes" als Sprachausgabe. Das geht spätestens nach dem dritten Mal auf den Geist. Ein paar weitere Sprachoptionen würden das Niveau sicher heben. Ansonsten dürfte euch aber ein solides und stimmiges Abenteuer erwarten.

Seid ihr bereit für die Detektivarbeit? Dann geduldet euch noch bis zum 10. Juni. An dem Tag soll The Devil's Daughter für PC, Xbox One und PlayStation 4 erscheinen.

Tags: Entwicklerbesuch   Onkel Jo   Video  

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